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So, 19. September 2021, 1:01 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX-Anstieg auf 6.000 Punkte?


15.02.06 09:38
Dr. Lux & Präuner Research

Noch zu Jahresbeginn schienen 6.000 Punkte im DAX unerreichbar, so die Analysten von Dr. Lux & Präuner Research.

Gut möglich, dass jetzt alles nur eine Zeit von ein paar Wochen sei. Denn die Voraussetzungen seien nach wie vor günstig, auch wenn die Ampel wohl gerade von grün auf gelb umspringe. Grün leuchte die Liquidität. Ungeachtet steigender Zinsen in den USA fließe viel Geld in den Markt. Warum? Es würden die Alternativen fehlen. Der einst boomende Immobilienmarkt sei angeschlagen: In den USA würden die Häuserpreise mittlerweile sinken und in Deutschland mache sich bei den offenen Immobilienfonds Krisenstimmung breit. Anleihen jedoch, die klassische Form risikoloser Anlage, würden sich wegen der mickrigen Renditen kaum anbieten.

Grün leuchte auch die Technik - zumindest kurzfristig, denn im langfristigen Vergleich bewege man sich auf überkauftem Niveau - hier blinke es Gelb. Doch gemäß der Faustregel "The trend is your friend" ändere sich daran nichts, solange die Börsen steigen würden. Rücksetzer wie Mitte Januar seien gesund, weil der Markt damit "zittrige Hände" abschüttle. Gefährlich werde es, wenn derartige Rücksetzer das vorangegangene Niveau bei Kurseinbußen unterschreiten würden und anschließend keine neuen Kurshöhen mehr folgen würden.

Grün leuchte auch die Stimmung an der Börse. Zwar würden viele Anleger davon reden, dass der Markt heißgelaufen sei, doch schienen das in erster Linie nicht investierte Anleger zu sein, denen die Kurse davonlaufen würden. Faustregel im Sinne der Behavioural-Finance-Theorie, die Rückschlüsse aus dem Verhalten von Anlegern ziehe: Wer positiv über Aktien spreche, besitze sie meistens auch. Wer skeptisch sei, handle auch so und stehe außen vor.

Trotz boomender Börsen gebe es recht viel Skepsis. Jüngstes Beispiel sei die dritte Januar-Woche, als einen Moment lang die Krise um das iranische Atomprogramm, die steigenden Ölpreise, die Angst vor der Vogelgrippe und einige unbefriedigende Quartalsergebnisse die Börsen gedrückt hätten. Rasch hätten Szenarien von der großen Trendwende die Runde gemacht. Doch für viele Skeptiker seien die Rückschläge Gelegenheit, auf den kurz haltenden Börsenzug aufzuspringen. Umso rasanter sei es wieder nach oben gegangen.

Gelb leuchten würden indes die fundamentalen Indikatoren. Nicht, dass die Unternehmen mit ihren Ergebnissen enttäuscht hätten. Doch einige Firmen würden nicht so viel verdienen, wie Investoren, Analysten und zum Teil auch sie selbst erwartet hätten. Vor allem aber hätten einige Ausblicke enttäuscht. In den USA hätten die entsprechenden Aktien mit enormen Abschlägen reagiert.

Derartige Risiken seien zwar derzeit auf die USA beschränkt. Doch wer um die Vorreiterrolle der amerikanischen Wirtschaft und Börse wisse, ahne die Probleme, die auf Europa zukommen würden. Noch sei es nicht soweit. Doch sicher sei, dass auf Grün und Gelb irgendwann darauf auch mal Rot folge.





 
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