DAB bank meiden
10.11.08 09:18
SdK AktionärsNews
München (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "SdK AktionärsNews" raten vom Kauf der DAB bank-Aktie ab.
Eine Meldung der üblen Sorte komme vom Münchener Direktbroker DAB bank AG. Wie das Unternehmen letzte Woche mitteile, weise der in Deutschland und Österreich aktive DAB bank Konzern in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs einen Vorsteuergewinn in Höhe von gerade einmal 1,48 Mio. Euro aus, obwohl das operative Ergebnis der Bank nach neun Monaten bei 29,57 Mio. Euro liege.
Grund für die abenteuerliche Differenz zwischen operativem Ergebnis und Gewinn seien "Anpassungen" an das "konservativ angelegte Anlageportfolio", wie die Gesellschaft berichte. Diese Anpassungen würden sich auf 28,08 Mio. Euro belaufen und somit fast den ganzen Gewinn aufzehren. Wie die DAB bank weiter melde, würden aufgrund der Mark-to-market-Bewertung des Anlageportfolios keine stillen Lasten mit ins vierte Quartal genommen. Sie sei unverändert solide kapitalisiert und verfüge über eine hohe Liquidität. Die Eigenkapitalquote der DAB bank sei per 30. September 2008 auf 11,18% gestiegen (31.Dezember 2007: 10,90%) und liege damit deutlich über der bankenaufsichtsrechtlichen Mindestquote von 8%.
So unerfreulich die dargestellte Entwicklung sei - noch viel schlimmer sei das Kommunikationsverhalten der DAB bank. Zu keiner Zeit sei dem Kapitalmarkt signalisiert worden, dass eine Schieflage entstanden sei. Von ad-hoc-relevanten Tatsachen scheine man bei der DAB bank noch nie gehört zu haben, sonst hätte die "Anpassung" bereits einige Tage nach der Lehman-Pleite gemeldet werden müssen. Oder hätten doch einige privilegierte Anleger rechtzeitig Bescheid gewusst?
Immerhin habe sich der Aktienkurs seit Mitte September bis zur Meldung glatt halbiert, jetzt dümple der Kurs unverändert bei etwa 2,50 Euro. Auch die SdK habe mehrfach die IR-Abteilung der DAB bank kontaktiert und gezielt nachgefragt, inwieweit die Bank von der Finanzmarktkrise betroffen sei. Die lapidare Antwort habe immer gelautet, es gäbe keinen Grund, die nach dem zweiten Quartal geäußerten positiven Prognosen zu revidieren. Dass diese jetzt nicht mehr haltbar seien, verstehe sich jedoch von selbst. Auch sei aus Sicht der Experten nicht klar, ob - trotz angeblich keiner weiteren stillen Lasten - im vierten Quartal weitere Hiobsbotschaften zu erwarten seien.
Vor diesem Hintergrund raten die Experten von "SdK AktionärsNews" vor einem Investment in die DAB bank-Aktie ab. Anleger, die die bisherige positive Einstellung der Experten zu einem Engagement genutzt hätten, sollten bei 4 Euro ausgestoppt worden sein. (Ausgabe 177 vom 07.11.2008) (10.11.2008/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Eine Meldung der üblen Sorte komme vom Münchener Direktbroker DAB bank AG. Wie das Unternehmen letzte Woche mitteile, weise der in Deutschland und Österreich aktive DAB bank Konzern in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs einen Vorsteuergewinn in Höhe von gerade einmal 1,48 Mio. Euro aus, obwohl das operative Ergebnis der Bank nach neun Monaten bei 29,57 Mio. Euro liege.
Grund für die abenteuerliche Differenz zwischen operativem Ergebnis und Gewinn seien "Anpassungen" an das "konservativ angelegte Anlageportfolio", wie die Gesellschaft berichte. Diese Anpassungen würden sich auf 28,08 Mio. Euro belaufen und somit fast den ganzen Gewinn aufzehren. Wie die DAB bank weiter melde, würden aufgrund der Mark-to-market-Bewertung des Anlageportfolios keine stillen Lasten mit ins vierte Quartal genommen. Sie sei unverändert solide kapitalisiert und verfüge über eine hohe Liquidität. Die Eigenkapitalquote der DAB bank sei per 30. September 2008 auf 11,18% gestiegen (31.Dezember 2007: 10,90%) und liege damit deutlich über der bankenaufsichtsrechtlichen Mindestquote von 8%.
Immerhin habe sich der Aktienkurs seit Mitte September bis zur Meldung glatt halbiert, jetzt dümple der Kurs unverändert bei etwa 2,50 Euro. Auch die SdK habe mehrfach die IR-Abteilung der DAB bank kontaktiert und gezielt nachgefragt, inwieweit die Bank von der Finanzmarktkrise betroffen sei. Die lapidare Antwort habe immer gelautet, es gäbe keinen Grund, die nach dem zweiten Quartal geäußerten positiven Prognosen zu revidieren. Dass diese jetzt nicht mehr haltbar seien, verstehe sich jedoch von selbst. Auch sei aus Sicht der Experten nicht klar, ob - trotz angeblich keiner weiteren stillen Lasten - im vierten Quartal weitere Hiobsbotschaften zu erwarten seien.
Vor diesem Hintergrund raten die Experten von "SdK AktionärsNews" vor einem Investment in die DAB bank-Aktie ab. Anleger, die die bisherige positive Einstellung der Experten zu einem Engagement genutzt hätten, sollten bei 4 Euro ausgestoppt worden sein. (Ausgabe 177 vom 07.11.2008) (10.11.2008/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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