Cybernet Interview
27.08.99 00:00
Brokerworld-Online
Das Interview mit Herrn Eder, Vorstandsvorsitzender des Internetdienstleisters Cybernet (WKN 906623) wurde von unserem Kooperationspartner Brokerworld-Online geführt:
Herr Eder, die Unternehmensentwicklung von Cybernet wurde im kürzlich
erschienenen Artikel von Börse-Online sehr negativ bewertet. Wie ist Ihre
Meinung dazu?
Der Artikel war sehr negativ. Es wurden grundsätzlich richtige Fakten im
falschen Kontext präsentiert, um damit bei dem Leser eine bestimmte Wirkung
zu erzielen. Gegen solche Pressearbeit können wir uns leider nur schwer
wehren.
Im Artikel wird zum Beispiel das Wachstum als nicht ausreichend kritisiert.
Hier muß man die Fakten klarstellen. Wir haben unseren Umsatz im ersten
Halbjahr konsolidiert (d.h. ohne die Akquisitionen) auf 8,45 Millionen USD
steigern können. Das ist ein Zuwachs von 152%. Inklusive der Akquisitionen
waren es sogar 12,8 Millionen USD. Wenn man davon ausgeht, daß wir üblicherweise im ersten Halbjahr ungefähr ein Drittel des Jahresumsatzes machen, kann man einen ungefähr dreimal so hohen Jahresumsatz erwarten. Damit sind wir unserem Ziel für 1999 schon sehr nahe. Wenn Sie noch Akquisitionen addieren, die ja in unseren Prognosen immer voll enthalten waren, dann sind wir voll im Plan.
Sie sollen gesagt haben, daß sie der am schnellsten wachsende Internet
Service Provider Europas sind.
Ja, das ist richtig. Ich kenne kein vergleichbares Unternehmen aus unserer
Branche, das so schnell wächst. Und darum geht es. Die Marktanteile werden
heute verteilt. Unser Ziel ist es der führende Communication Provider für
Unternehmen in Europa zu werden. Wir sind auf guten Wege dazu. Wir zählen
bereits heute zu den führenden Playern in Europa. In Deutschland sind wir
auf Position 5, in Österreich auf Position 3, das gleiche gilt für Italien
und in der Schweiz sind wir kurze Zeit nach der Gründung von SUNWEB bereits
unter den ersten 10.
Wie sieht es nun mit den Kosten aus?
Um sich in diesem Zukunftsmarkt frühzeitig Marktanteile zu sichern, muß man
kräftig investieren. Wir haben europaweit inzwischen 16 Vertriebsbüros, von
denen aus wir unsere Kunden nahe vor Ort betreuen. Der Aufbau hat sehr viel
Geld gekostet. Unser Ziel ist es, langfristig eine hohe Qualität zu bieten
und große Margen zu verdienen. Deswegen investieren wir auch so viel in
unser Netzwerk, unsere Datenzentren und unsere internen Systeme. Wir haben
im ersten Halbjahr in Sachanlagen alleine 6,6 Millionen Dollar investiert.
Darüber hinaus betreiben wir auch viele Neuentwicklungen um unser Kunden mit
neuen und innovativen Produkten besser zu bedienen. Cybernet leistet hier in
vielen Bereichen echte Pionierarbeit. Diese Anlaufkosten sind in dieser
Branche eine Selbstverständlichkeit. Unsere US-Investoren kennen das von
Ihren US-Engagements.
Wer sind diese Investoren?
Wir haben während unserer dreiwöchigen Roadshow unser Unternehmen den
wichtigsten institutionellen Anlegern in Europa und USA vorgestellt. Es
handelt sich dabei um große Fondsgesellschaften die mit Ihren Spezialisten
jeweils mehrere Milliarden Dollar verwalten und bereits viele Investments in
Internet-Unternehmen in den USA getätigt haben. Nachdem der Markt in den
USA etwa 3-4 Jahre weiterentwickelt ist, verfügen diese Fonds über sehr viel
Erfahrung. Die Positionierung und die Strategie Cybernets hat Ihnen sehr gut
gefallen. Sie sehen bei Cybernet die Voraussetzungen gegeben, eine führende
Position im europäischen Markt zu übernehmen. Daher haben sie uns 150
Millionen USD anvertraut. Wir waren der erste europäische Internetprovider,
der diese Investoren in den USA für sich gewinnen konnte. Wir sehen das als
großen Erfolg und als eine Stärkung unser Wettbewerbsposition.
Also sind die höheren Anlaufverluste keine Folge der Finanzierung?
Natürlich nicht. Wir haben in unsere erste Planung nur Investitionen für
Sprachdienste in Deutschland aufgenommen. Ende letzten Jahres haben wir die
Planung geändert und wollen nun Sprachdienste in all den Ländern Europas, in
denen wir tätig sind, anbieten. Daher kommen die höheren Kosten und der
Bedarf nach zusätzlichen Finanzmitteln. Durch die Plazierungen haben wir den
gedeckt.
Sind diese Finanzmittel nicht sehr teuer?
Die Konditionen sind ähnlich zu den Konditionen, die vergleichbare
US-Unternehmen wie PSINet, Globix, Verio oder Exodus bei Ihrer Erstemission
erzielt haben. Der Vorteil dieser Finanzierung im Vergleich zu einer
Kapitalerhöhung ist, daß die Anteile der Aktionäre nicht verwässert werden.
Dies ist besonders wichtig, wenn der Aktienkurs niedrig ist, wie derzeit bei
Cybernet.
Wann erwarten Sie erstmalig Gewinn?
Ende des Jahres erwarten wir bereits positive Deckungsbeiträge. Das Ergebnis
vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll erstmalig im Jahr 2001
positiv werden. Das Ergebnis nach Abschreibungen (EBIT) soll 2002 positiv
werden.
Wie sehen Sie die weitere Entwicklung Ihres Aktienkurses?
Die Aktienkurse und die Bewertungen von Unternehmen in unserer Branche
werden maßgeblich vom Umsatz und dessen Wachstum bestimmt. Üblicherweise wird der Unternehmenswert durch den laufenden Jahresumsatz (der letzte Quartalsumsatz mal vier) dividiert. Den entstehenden Multiplikator kann dann mit dem anderer Unternehmen vergleichen. Das gibt einen guten Anhaltspunkt für die aktuelle Bewertung. Wenn Sie diese Übung für Cybernet machen, werden Sie feststellen das unser Aktienkurs viel Potential nach oben hat.
Herr Eder, die Unternehmensentwicklung von Cybernet wurde im kürzlich
erschienenen Artikel von Börse-Online sehr negativ bewertet. Wie ist Ihre
Meinung dazu?
Der Artikel war sehr negativ. Es wurden grundsätzlich richtige Fakten im
falschen Kontext präsentiert, um damit bei dem Leser eine bestimmte Wirkung
zu erzielen. Gegen solche Pressearbeit können wir uns leider nur schwer
wehren.
Im Artikel wird zum Beispiel das Wachstum als nicht ausreichend kritisiert.
Hier muß man die Fakten klarstellen. Wir haben unseren Umsatz im ersten
Halbjahr konsolidiert (d.h. ohne die Akquisitionen) auf 8,45 Millionen USD
steigern können. Das ist ein Zuwachs von 152%. Inklusive der Akquisitionen
waren es sogar 12,8 Millionen USD. Wenn man davon ausgeht, daß wir üblicherweise im ersten Halbjahr ungefähr ein Drittel des Jahresumsatzes machen, kann man einen ungefähr dreimal so hohen Jahresumsatz erwarten. Damit sind wir unserem Ziel für 1999 schon sehr nahe. Wenn Sie noch Akquisitionen addieren, die ja in unseren Prognosen immer voll enthalten waren, dann sind wir voll im Plan.
Sie sollen gesagt haben, daß sie der am schnellsten wachsende Internet
Service Provider Europas sind.
Ja, das ist richtig. Ich kenne kein vergleichbares Unternehmen aus unserer
Branche, das so schnell wächst. Und darum geht es. Die Marktanteile werden
heute verteilt. Unser Ziel ist es der führende Communication Provider für
Unternehmen in Europa zu werden. Wir sind auf guten Wege dazu. Wir zählen
bereits heute zu den führenden Playern in Europa. In Deutschland sind wir
auf Position 5, in Österreich auf Position 3, das gleiche gilt für Italien
und in der Schweiz sind wir kurze Zeit nach der Gründung von SUNWEB bereits
unter den ersten 10.
Wie sieht es nun mit den Kosten aus?
Um sich in diesem Zukunftsmarkt frühzeitig Marktanteile zu sichern, muß man
kräftig investieren. Wir haben europaweit inzwischen 16 Vertriebsbüros, von
denen aus wir unsere Kunden nahe vor Ort betreuen. Der Aufbau hat sehr viel
Geld gekostet. Unser Ziel ist es, langfristig eine hohe Qualität zu bieten
und große Margen zu verdienen. Deswegen investieren wir auch so viel in
unser Netzwerk, unsere Datenzentren und unsere internen Systeme. Wir haben
im ersten Halbjahr in Sachanlagen alleine 6,6 Millionen Dollar investiert.
Darüber hinaus betreiben wir auch viele Neuentwicklungen um unser Kunden mit
neuen und innovativen Produkten besser zu bedienen. Cybernet leistet hier in
vielen Bereichen echte Pionierarbeit. Diese Anlaufkosten sind in dieser
Branche eine Selbstverständlichkeit. Unsere US-Investoren kennen das von
Ihren US-Engagements.
Wir haben während unserer dreiwöchigen Roadshow unser Unternehmen den
wichtigsten institutionellen Anlegern in Europa und USA vorgestellt. Es
handelt sich dabei um große Fondsgesellschaften die mit Ihren Spezialisten
jeweils mehrere Milliarden Dollar verwalten und bereits viele Investments in
Internet-Unternehmen in den USA getätigt haben. Nachdem der Markt in den
USA etwa 3-4 Jahre weiterentwickelt ist, verfügen diese Fonds über sehr viel
Erfahrung. Die Positionierung und die Strategie Cybernets hat Ihnen sehr gut
gefallen. Sie sehen bei Cybernet die Voraussetzungen gegeben, eine führende
Position im europäischen Markt zu übernehmen. Daher haben sie uns 150
Millionen USD anvertraut. Wir waren der erste europäische Internetprovider,
der diese Investoren in den USA für sich gewinnen konnte. Wir sehen das als
großen Erfolg und als eine Stärkung unser Wettbewerbsposition.
Also sind die höheren Anlaufverluste keine Folge der Finanzierung?
Natürlich nicht. Wir haben in unsere erste Planung nur Investitionen für
Sprachdienste in Deutschland aufgenommen. Ende letzten Jahres haben wir die
Planung geändert und wollen nun Sprachdienste in all den Ländern Europas, in
denen wir tätig sind, anbieten. Daher kommen die höheren Kosten und der
Bedarf nach zusätzlichen Finanzmitteln. Durch die Plazierungen haben wir den
gedeckt.
Sind diese Finanzmittel nicht sehr teuer?
Die Konditionen sind ähnlich zu den Konditionen, die vergleichbare
US-Unternehmen wie PSINet, Globix, Verio oder Exodus bei Ihrer Erstemission
erzielt haben. Der Vorteil dieser Finanzierung im Vergleich zu einer
Kapitalerhöhung ist, daß die Anteile der Aktionäre nicht verwässert werden.
Dies ist besonders wichtig, wenn der Aktienkurs niedrig ist, wie derzeit bei
Cybernet.
Wann erwarten Sie erstmalig Gewinn?
Ende des Jahres erwarten wir bereits positive Deckungsbeiträge. Das Ergebnis
vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll erstmalig im Jahr 2001
positiv werden. Das Ergebnis nach Abschreibungen (EBIT) soll 2002 positiv
werden.
Wie sehen Sie die weitere Entwicklung Ihres Aktienkurses?
Die Aktienkurse und die Bewertungen von Unternehmen in unserer Branche
werden maßgeblich vom Umsatz und dessen Wachstum bestimmt. Üblicherweise wird der Unternehmenswert durch den laufenden Jahresumsatz (der letzte Quartalsumsatz mal vier) dividiert. Den entstehenden Multiplikator kann dann mit dem anderer Unternehmen vergleichen. Das gibt einen guten Anhaltspunkt für die aktuelle Bewertung. Wenn Sie diese Übung für Cybernet machen, werden Sie feststellen das unser Aktienkurs viel Potential nach oben hat.
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