Constantin Film kaufen
27.03.02 15:32
Consors Capital
Die Analysten von Consors Capital stufen die Aktie der Constantin Film AG (WKN 580080) von "halten" auf "kaufen" herauf.
Die Constantin Film AG habe am 26. März folgende Zahlen (in Mio. Euro) bekannt gegeben: Umsatz 127,3 (2000: 119,3); EBITDA 73,7 (2000: 57,7); EBIT -15,9 (2000: 3,7); EpS (in Euro) -0,85 (2000: 0,69).
Das negative operative Ergebnis resultiere hauptsächlich aus der Änderung der Bilanzierungsvorschriften für das Filmvermögen nach der US-GAAP Norm SOP 00-2 und Risikovorsorge für Filme, die erst in den Folgejahren ausgewertet würden. Um diese Sachverhalte bereinigt, liege das EBIT bei 2,1 Mio. Euro. Die Analysten würden die Anwendung der US-amerikanischen Bewertungsansätze begrüßen, da sie nicht nur dem schwierigen Marktumfeld Rechnung tragen würden, sondern auch die Verhandlungen mit kreditgebenden Banken erleichtern würden.
Constantin gebe für das laufende Geschäftsjahr folgende Prognose ab: " … planen wir eine moderate Umsatzsteigerung. Unser Zielkorridor für die EBIT-Marge liegt zwischen 2 und 5 Prozent." Die eher schwache EBIT-Marge werde vom Unternehmen durch eine konservative Abschreibungspolitik (100 Prozent der aktivierten Herstellungskosten im ersten Verwertungszyklus) begründet.
Doch dies sei nur ein Argument; die Analysten sähen in der bisherigen Aktionärsstruktur das wesentliche Problem: Die Kirch Beteiligungs GmbH & Co.KG halte 21,1 Prozent an Constantin. Dieser Großaktionär habe mit amerikanischen Lizenzgebern (Spyglass, Hyde Park) sog. joint-output-deals geknüpft, bei denen Constantin die Kino- und Videorechte halte, während Kirch über die Fernsehrechte verfüge. die Margen aus den ersten zwei Verwertungsstufen seien weniger attraktiv.
Zusätzlich habe Kirch einen output Vertrag auf deutsche TV-Rechte sämtlicher in Europa produzierter Eigen- und Fremdproduktionen der Constantin Film AG. Offenbar nutze der Großaktionär seinen Einfluss, um für seine Senderfamilie möglichst optimale Einkaufspreise durchzusetzen. Somit betrachten die Analysten von Consors Capital es als positiv, sollte sich Kirch aufgrund seiner finanziellen Situation von den Constantin-Anteilen trennen.
Konsequenterweise möchte man der Frage nachgehen, wer die Kirch-Anteile sowie das Aktienpaket von EM.TV (16,3 Prozent) übernehmen könnte. Hier wäre zunächst die RTL-Gruppe zu nennen. Mit RTL sei bereits im letzten Jahr eine Partnerschaft eingegangen worden. Die Kooperation sehe vor, dass Constantin die RTL-Kinorechte auf "Service"-Basis auswerte. Gegen eine prozentuale Umsatzbeteiligung stelle die Gesellschaft ihre Verleihstruktur zur Verfügung, ohne die P&A-Costs zu tragen. Darüber hinaus sei eine Zusammenarbeit mit BMG Video vereinbart worden.
Aber auch ausländische Häuser könnten an dem renommiertesten deutschen Verleiher Interesse haben. Die amerikanischen Major-Studios hätten jüngst ihr Interesse bekundet, in ausgewählten Territorien als Produzenten mit nationalen Formaten aktiv zu werden.
Mit "Der Schuh des Manitu" habe Constantin den Kompetenzvorsprung für deutsche Produkte eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die aktuelle Verleihstaffel (u.a. "Erkan und Stefan und die Mächte der Finsternis", "Germanikus", "Wie die Karnickel", "Nackt", "Bibi Blocksberg") bestätige den Trend.
Die Constantin Film AG könne unter den deutschen Verleihern einen einmaligen Track-Record aufweisen. Die Gesellschaft sei der einzig ernst zu nehmende Player neben den amerikanischen Major-Studios in Deutschland.
Trotz einer optisch hohen KGV-Bewertung empfehlen die Analysten von Consors Capital die Aktie von Constantin Film zum Kauf. Kurzfristig sollten mindestens 6,27 Euro, orientiert an den liquiden Mitteln der Gesellschaft, erreicht werden. Da erst mittelfristig mit einer Verbesserung der Margen zu rechnen sei, reduziere man den Fair Value von 9,35 Euro auf 7,00 Euro.
Die Constantin Film AG habe am 26. März folgende Zahlen (in Mio. Euro) bekannt gegeben: Umsatz 127,3 (2000: 119,3); EBITDA 73,7 (2000: 57,7); EBIT -15,9 (2000: 3,7); EpS (in Euro) -0,85 (2000: 0,69).
Das negative operative Ergebnis resultiere hauptsächlich aus der Änderung der Bilanzierungsvorschriften für das Filmvermögen nach der US-GAAP Norm SOP 00-2 und Risikovorsorge für Filme, die erst in den Folgejahren ausgewertet würden. Um diese Sachverhalte bereinigt, liege das EBIT bei 2,1 Mio. Euro. Die Analysten würden die Anwendung der US-amerikanischen Bewertungsansätze begrüßen, da sie nicht nur dem schwierigen Marktumfeld Rechnung tragen würden, sondern auch die Verhandlungen mit kreditgebenden Banken erleichtern würden.
Constantin gebe für das laufende Geschäftsjahr folgende Prognose ab: " … planen wir eine moderate Umsatzsteigerung. Unser Zielkorridor für die EBIT-Marge liegt zwischen 2 und 5 Prozent." Die eher schwache EBIT-Marge werde vom Unternehmen durch eine konservative Abschreibungspolitik (100 Prozent der aktivierten Herstellungskosten im ersten Verwertungszyklus) begründet.
Doch dies sei nur ein Argument; die Analysten sähen in der bisherigen Aktionärsstruktur das wesentliche Problem: Die Kirch Beteiligungs GmbH & Co.KG halte 21,1 Prozent an Constantin. Dieser Großaktionär habe mit amerikanischen Lizenzgebern (Spyglass, Hyde Park) sog. joint-output-deals geknüpft, bei denen Constantin die Kino- und Videorechte halte, während Kirch über die Fernsehrechte verfüge. die Margen aus den ersten zwei Verwertungsstufen seien weniger attraktiv.
Konsequenterweise möchte man der Frage nachgehen, wer die Kirch-Anteile sowie das Aktienpaket von EM.TV (16,3 Prozent) übernehmen könnte. Hier wäre zunächst die RTL-Gruppe zu nennen. Mit RTL sei bereits im letzten Jahr eine Partnerschaft eingegangen worden. Die Kooperation sehe vor, dass Constantin die RTL-Kinorechte auf "Service"-Basis auswerte. Gegen eine prozentuale Umsatzbeteiligung stelle die Gesellschaft ihre Verleihstruktur zur Verfügung, ohne die P&A-Costs zu tragen. Darüber hinaus sei eine Zusammenarbeit mit BMG Video vereinbart worden.
Aber auch ausländische Häuser könnten an dem renommiertesten deutschen Verleiher Interesse haben. Die amerikanischen Major-Studios hätten jüngst ihr Interesse bekundet, in ausgewählten Territorien als Produzenten mit nationalen Formaten aktiv zu werden.
Mit "Der Schuh des Manitu" habe Constantin den Kompetenzvorsprung für deutsche Produkte eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die aktuelle Verleihstaffel (u.a. "Erkan und Stefan und die Mächte der Finsternis", "Germanikus", "Wie die Karnickel", "Nackt", "Bibi Blocksberg") bestätige den Trend.
Die Constantin Film AG könne unter den deutschen Verleihern einen einmaligen Track-Record aufweisen. Die Gesellschaft sei der einzig ernst zu nehmende Player neben den amerikanischen Major-Studios in Deutschland.
Trotz einer optisch hohen KGV-Bewertung empfehlen die Analysten von Consors Capital die Aktie von Constantin Film zum Kauf. Kurzfristig sollten mindestens 6,27 Euro, orientiert an den liquiden Mitteln der Gesellschaft, erreicht werden. Da erst mittelfristig mit einer Verbesserung der Margen zu rechnen sei, reduziere man den Fair Value von 9,35 Euro auf 7,00 Euro.
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