ConocoPhillips einsteigen
02.04.09 10:32
Antizyklischer Börsenbrief
München (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Antizyklischer Börsenbrief" empfehlen in die ConocoPhillips-Aktie etappenweise einzusteigen.
Sehr preiswert seien derzeit die Aktien von ConocoPhillips. Warren Buffett halte derzeit 5,36 Prozent an dem drittgrößten US-amerikanischen Öl- und Gaskonzern und sei damit größter Anteilseigner. Mit 33.800 Mitarbeitern habe der Konzern zuletzt jährliche Umsätze in Höhe von 225 Mrd. USD erwirtschaftet. Komfortabel sei die Cash-Ausstattung: ConocoPhillips verfüge über ein Cash-Polster in Höhe von 775 Mio. USD. Die Verschuldung sei mit 27,5 Mrd. USD relativ hoch. Das sei in der Branche allerdings nichts Ungewöhnliches und relativiere sich vor dem Hintergrund des ansehnlichen Cash-Flow-Beitrags in Höhe von zuletzt 22,66 Mrd. USD.
Bei den Ölaktien sollte man jetzt generell wieder aufpassen: Der Ölpreis scheine eine untere Trendwende zu vollenden. Nachfolgend beispielhaft der Kursverlauf des US-amerikanischen Öl-ETF mit dem Kürzel USO. Die Experten von "Antizyklischer Börsenbrief" analysieren den ETF lieber als den Basiswert, weil sich aus dem Verhalten der Umsätze wichtige Zusatzinformationen ableiten lassen. Auffallend sei zuletzt der starke Umsatzanstieg in der Nähe des jüngsten Tiefs gewesen. Das hohe Volumen gehe einher mit einem Kaufsignal beim MACD. Auch der RSI weise positive Divergenzen auf, die eine Trendwende andeuten würden. Insgesamt weise die technische Ausgangslage beim Ölpreis derzeit auf steigende Kurse hin.
Den Öl-Konzernen dürfte das wieder Auftrieb geben. Die Aktienkurse der großen Ölproduzenten waren zuletzt wegen des Einbruchs beim Ölpreis und der allgemeinen Marktschwäche massiv unter die Räder gekommen. Doch mittlerweile sind viele Titel sehr preiswert. Für ConocoPhillips gelte das ganz besonders. Hier errechne sich im Vergleich mit der Konkurrenz derzeit ein zusätzlicher Bewertungsabschlag. Nehme man etwas das Kurs-Umsatz-Verhältnis. Hier komme ConocoPhillips bei einem Börsengewicht von 60 Mrd. USD auf einen Wert von 0,26. BP (BP) weise einen Wert von 0,36 auf, Chevron (CVX) komme auf 0,55 und Exxon Mobile (XOM) auf 0,77.
Ähnliche Ergebnisse zeige die Analyse des Buchwerts: Während ConocoPhillips nur knapp über Buchwert gehandelt werde, notiere Exxon Mobile mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 3,0. Auch BP (1,4) und Chevron (1,6) würden deutlich höhere Werte aufweisen.
Warren Buffett habe ganz offensichtlich gewusst, warum er sich für ConocoPhillips entschieden habe. Und wer jetzt einsteige, der könne die Papiere sogar noch zu einem wesentlich günstigeren Kurs erwerben als der Altmeister, der sich im Frühsommer 2006 bei Kursen von 60 USD je Anteilsschein eingekauft habe. Derzeit würden die Anteilsscheine etwa 30 Prozent niedriger notieren.
Um die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu erhöhen, drehe der Konzern derzeit an der Kostenschraube. Vier Prozent der Belegschaft müssten gehen. Wie das Unternehmen weiter mitgeteilt habe, habe man für 2009 ein Kapitalprogramm im Umfang von 12,5 Mrd. USD genehmigt, nach einem Volumen von 15,3 Mrd. USD in 2008. Dabei sollten rund 82 Prozent der Mittel in das Segment "Exploration and Production" (E&P) fließen, während 16 Prozent für "Refining and Marketing" (R&M) vorgesehen seien.
Für das vierte Quartal gehe ConocoPhillips von Goodwill-Abschreibungen in Höhe von 25,4 Mrd. USD nach Steuern aus. Zudem würden neben einer Sonderbelastung von 7,3 Mrd. USD (nach Steuern) im Zusammenhang mit dem Anteil an dem russischen Ölkonzern Lukoil weitere wertmindernde Abschreibungen auf Beteiligungen über insgesamt 1,3 Mrd. USD nach Steuern an fallen.
Die fundamentalen Daten seien vielversprechend. Auf Basis der Schätzungen für das kommende Jahr errechne sich ein KGV von 6,8. Abschließend ein Blick auf den Kursverlauf: Der Aktienkurs habe sich zuletzt bei steigenden Umsätzen von seinem jüngsten Tief bei 35 USD absetzen können. Zwischen 40 und 45 USD würden jetzt einige Widerstände warten, die nicht so ohne weiteres zu überwinden sein würden.
Die Experten von "Antizyklischer Börsenbrief" würden in die ConocoPhillips-Aktie etappenweise einsteigen und die Position im Bereich des März-Tiefs bei 35 USD per Stopp-Loss absichern. Wegen des hohen Börsengewichts und der ansprechenden Bewertung würden sich die Aktien auch für konservative Langfrist-Anleger eignen. Man sollte nach einem Einstieg aber auf den USD achten. Dieser habe zuletzt zwar schon recht ansehnlich korrigiert, sollte der Greenback aber noch weiter deutlich abwerten, müsse man bei US-Aktien vorsichtig werden. (Ausgabe 4 vom 01.04.2009) (02.04.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Sehr preiswert seien derzeit die Aktien von ConocoPhillips. Warren Buffett halte derzeit 5,36 Prozent an dem drittgrößten US-amerikanischen Öl- und Gaskonzern und sei damit größter Anteilseigner. Mit 33.800 Mitarbeitern habe der Konzern zuletzt jährliche Umsätze in Höhe von 225 Mrd. USD erwirtschaftet. Komfortabel sei die Cash-Ausstattung: ConocoPhillips verfüge über ein Cash-Polster in Höhe von 775 Mio. USD. Die Verschuldung sei mit 27,5 Mrd. USD relativ hoch. Das sei in der Branche allerdings nichts Ungewöhnliches und relativiere sich vor dem Hintergrund des ansehnlichen Cash-Flow-Beitrags in Höhe von zuletzt 22,66 Mrd. USD.
Bei den Ölaktien sollte man jetzt generell wieder aufpassen: Der Ölpreis scheine eine untere Trendwende zu vollenden. Nachfolgend beispielhaft der Kursverlauf des US-amerikanischen Öl-ETF mit dem Kürzel USO. Die Experten von "Antizyklischer Börsenbrief" analysieren den ETF lieber als den Basiswert, weil sich aus dem Verhalten der Umsätze wichtige Zusatzinformationen ableiten lassen. Auffallend sei zuletzt der starke Umsatzanstieg in der Nähe des jüngsten Tiefs gewesen. Das hohe Volumen gehe einher mit einem Kaufsignal beim MACD. Auch der RSI weise positive Divergenzen auf, die eine Trendwende andeuten würden. Insgesamt weise die technische Ausgangslage beim Ölpreis derzeit auf steigende Kurse hin.
Den Öl-Konzernen dürfte das wieder Auftrieb geben. Die Aktienkurse der großen Ölproduzenten waren zuletzt wegen des Einbruchs beim Ölpreis und der allgemeinen Marktschwäche massiv unter die Räder gekommen. Doch mittlerweile sind viele Titel sehr preiswert. Für ConocoPhillips gelte das ganz besonders. Hier errechne sich im Vergleich mit der Konkurrenz derzeit ein zusätzlicher Bewertungsabschlag. Nehme man etwas das Kurs-Umsatz-Verhältnis. Hier komme ConocoPhillips bei einem Börsengewicht von 60 Mrd. USD auf einen Wert von 0,26. BP (BP) weise einen Wert von 0,36 auf, Chevron (CVX) komme auf 0,55 und Exxon Mobile (XOM) auf 0,77.
Ähnliche Ergebnisse zeige die Analyse des Buchwerts: Während ConocoPhillips nur knapp über Buchwert gehandelt werde, notiere Exxon Mobile mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 3,0. Auch BP (1,4) und Chevron (1,6) würden deutlich höhere Werte aufweisen.
Um die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu erhöhen, drehe der Konzern derzeit an der Kostenschraube. Vier Prozent der Belegschaft müssten gehen. Wie das Unternehmen weiter mitgeteilt habe, habe man für 2009 ein Kapitalprogramm im Umfang von 12,5 Mrd. USD genehmigt, nach einem Volumen von 15,3 Mrd. USD in 2008. Dabei sollten rund 82 Prozent der Mittel in das Segment "Exploration and Production" (E&P) fließen, während 16 Prozent für "Refining and Marketing" (R&M) vorgesehen seien.
Für das vierte Quartal gehe ConocoPhillips von Goodwill-Abschreibungen in Höhe von 25,4 Mrd. USD nach Steuern aus. Zudem würden neben einer Sonderbelastung von 7,3 Mrd. USD (nach Steuern) im Zusammenhang mit dem Anteil an dem russischen Ölkonzern Lukoil weitere wertmindernde Abschreibungen auf Beteiligungen über insgesamt 1,3 Mrd. USD nach Steuern an fallen.
Die fundamentalen Daten seien vielversprechend. Auf Basis der Schätzungen für das kommende Jahr errechne sich ein KGV von 6,8. Abschließend ein Blick auf den Kursverlauf: Der Aktienkurs habe sich zuletzt bei steigenden Umsätzen von seinem jüngsten Tief bei 35 USD absetzen können. Zwischen 40 und 45 USD würden jetzt einige Widerstände warten, die nicht so ohne weiteres zu überwinden sein würden.
Die Experten von "Antizyklischer Börsenbrief" würden in die ConocoPhillips-Aktie etappenweise einsteigen und die Position im Bereich des März-Tiefs bei 35 USD per Stopp-Loss absichern. Wegen des hohen Börsengewichts und der ansprechenden Bewertung würden sich die Aktien auch für konservative Langfrist-Anleger eignen. Man sollte nach einem Einstieg aber auf den USD achten. Dieser habe zuletzt zwar schon recht ansehnlich korrigiert, sollte der Greenback aber noch weiter deutlich abwerten, müsse man bei US-Aktien vorsichtig werden. (Ausgabe 4 vom 01.04.2009) (02.04.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
16.04.26
, dpa-AFX
ROUNDUP: Spritpreise sinken - besonders bei Diese [...]MÜNCHEN/BRÜSSEL/AACHEN (dpa-AFX) - Der Rückgang der Spritpreise nimmt wieder Fahrt auf. Im bundesweiten ...
13.04.26
, aktiencheck.de
ConocoPhillips Aktie: Jefferies sieht mehr Potenzial [...]Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) - ConocoPhillips: Jefferies hebt die Latte mit voller Wucht an Es gibt Aktienanalysen, ...
09.04.26
, Piper Sandler
ConocoPhillips Aktie: Positive Prognosen - Bleibt di [...]Minneapolis (www.aktiencheck.de) - ConocoPhillips-Aktienanalyse von Piper Sandler: Die Analysten von Piper Sandler ...
