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Fr, 17. April 2026, 19:38 Uhr

Cenit AG

WKN: 540710 / ISIN: DE0005407100

Cenit Depotbeimischung


15.11.99 00:00
Stisweekly

Die Analysten von Stisweekly raten dem langfristig orientierten Anleger derzeit zu einem Engagement in Aktien der Cenit AG (WKN 540710).

Wenn man gegenwärtig bei einem Analysten oder Anleger für ein gelangweiltes Aufstöhnen sorgen wolle, dann empfehle es sich im Allgemeinen, das Gespräch auf einen IT-Dienstleister zu lenken. Zahlreiche Unternehmen dieser Branche seien inzwischen am Neuen Markt notiert; so viele, dass so mancher Beobachter die Lust an einer differenzierten Betrachtung verloren habe. Die Analysten verstehen diesen Ermüdungseffekt sehr gut, wollen aber nicht übersehen, dass hinter diesen Gesellschaften meist ein bewährtes, profitables und wachstumsstarkes Geschäftsmodell stehe - und dies sei wesentlich mehr, als so mancher "bunte Vogel" am Neuen Markt von sich behaupten könne.
Die Cenit AG sei im Jahr 1988 als Cenit GmbH CAD/CAM Integration und Organisation von den ehemaligen IBM-Ingenieuren Falk Engelmann, Norbert Fink, Hubertus Manthey, Rüdiger Passehl und Andreas Schmidt gegründet worden. Die Gründer seien ihrer Firma treu geblieben und bildeten heute den Vorstand der AG. Aus dem ursprünglichen Namen lasse sich der Geschäftsbereich ableiten, der bis heute der wichtigste geblieben sei: CAD/CAM-Produkte.

Der Hauptsitz der Gesellschaft sei Stuttgart. Von dort aus sei im Laufe der Zeit der deutsche Markt erschlossen worden. Geschäftsstellen würden gegenwärtig in München, Saarbrücken, Frankfurt am Main, Düsseldorf und Hannover bestehen. Am 01.01.2000 werde eine weitere Niederlassung in Berlin die Arbeit aufnehmen. Im Jahr 1996 sei mit der Gründung einer Tochter in Großbritannien ein erster Schritt in Richtung der Internationalisierung der Gesellschaft erfolgt. Am 02.11.1999 sei dann mit der Cenit AG Schweiz die zweite Auslandstochter gegründet worden, die zum 01.01.2000 das operative Geschäft aufnehmen werde. In der Zukunft werde die Gesellschaft versuchen, insbesondere nach Frankreich und in die USA zu expandieren. Das Wachstum der Gesellschaft sei dabei von Anfang an ganz überwiegend organisch und daher ohne große Sprünge erfolgt.

Der Börsengang sei am 06.05.1998 am Neuen Markt erfolgt. Die Aktie sei 127fach (!) überzeichnet gewesen, ein aus heutiger Sicht geradezu unglaublicher Ansturm... Der Emissionskurs habe splitbereinigt bei 15,98 Euro gelegen, die Erstnotiz bei 30,68 Euro. Ihren Höchstkurs habe die Aktie im Februar 1999 mit 67 Euro erreicht.

Mit zunehmender Unternehmensgröße habe Cenit begonnen, neben der räumlichen Expansion auch eine inhaltliche Diversifikation seines Dienstleistungsspektrums zu realisieren. Es sei eben auch diese Breite des Angebots, die den Experten an Cenit besonders gefalle und die das Unternehmen aus der Masse der nur auf SAP R/3 fixierten Systemhäuser heraushebe.

Wie schon erwähnt, sei dieser Bereich der älteste und (noch) der bedeutendste der Cenit AG. Das Unternehmen vertreibe hier die im mechanischen Bereich weltweit führende CAD/CAM-Lösung, nämlich CATIA/CADAM der Firmen Dassault Systémes/IBM. Insbesondere in der Automobilindustrie, dem Maschinenbau und der Luftfahrt komme dieses System zum Einsatz. Man unterschätze CATIA beträchtlich, wenn man hier nur an ein elektronisches Zeichenbrett denke. Vielmehr gehe es darum, einen gesamten Produktionsprozess (von der Entwicklung bis zur Fertigung) mit geeigneter Software zu unterstützen. Die enormen Produktivitätsgewinne, die in der industriellen Fertigung erzielt werden konnten, beruhten zu einem guten Teil auf dem Einsatz solcher Software. Interessant sei in diesem Zusammenhang zum Beispiel, dass die Technologie, die im Verwaltungs- bzw. Bürobereich unter dem Schlagwort DMS gerade erst als Revolution entdeckt werde, im Produktionsbereich eine ältere Schwester namens PDM habe. PDM (Produkt Daten Management) verwalte die zahlreichen Entwicklungsdaten (CAD-Modelle, Simulationen, Prüfprotokolle, Schriftverkehr) eines Produktes und biete Schnittstellen zum CAD-Modul, zur Arbeitsablaufsteuerung und zum Planungssystem. Diese PDM´s seien zwangsläufig sehr unternehmensspezifisch und würden für die Anpassungsleistung durch Cenit ein weites Feld bieten
.
Ein relativ neuer Trend im CAD-Bereich sei die Virtual Reality (VR). Schon bisher habe man die Entwicklungskosten, zum Beispiel eines neuen PKW, durch den Bau von Prototypen im Computer statt in der Werkstatt radikal zu senken versucht. Immerhin seien hier schnell Einsparungen in mehrfacher Millionenhöhe möglich, wenn nur auf einige Realmodelle verzichtet werden könne. Von der eingesparten Zeit gar nicht zu reden! Nunmehr würden die Ingenieure bei der Bewertung von Computermodellen durch den Einsatz der VR unterstützt. Mit einer speziellen Shutter-Brille könne das virtuelle Modell wie ein Realmodell untersucht werden, inklusive Crash-Verhalten oder Strömungsanalyse. Es verstehe sich, dass die hier zum Einsatz kommende Soft- und Hardware mit der Wohnzimmer-Ballerspiel-VR nicht zu vergleichen sei.

Cenit habe die exklusiven Vertriebsrechte für den industriellen Einsatz einer entsprechenden Software (LIGHTNING) vom Fraunhofer Institut erworben und dafür im Segment CAD/CAM ein gesondertes Geschäftsfeld Virtual Reality gegründet. Am 08.11.1999 habe Cenit dann den Abschluss einer wichtigen Kooperationsvereinbarung mit Dassault melden können. Cenit werde für Dassaults CATIA Version 5 in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut eine VR-Applikation entwickeln, die auf LIGHTNING aufbaue. Diese Nachricht sei insbesondere deshalb interessant, weil Dassault/IBM mit Sicherheit für CATIA 5 nur eine VR-Anwendung benötigten - und die komme von Cenit. Es sei davon auszugehen, dass diese Anwendung durch Dassault/IBM weltweit mit CATIA 5 vermarktet werde und für Cenit - in der eher untypischen Rolle als Softwareentwickler - recht gute Margen generiert werden dürften.

Cenit verfüge im CAD/CAM-Bereich über ein in langen Jahren erworbenes Know-how und noch über eine Reihe weiterer selbstentwickelter Tools, welche das CATIA-System sinnvoll ergänzten. Dadurch und auch mit Blick auf die neuerworbenen VR-Kompetenzen sei es gerechtfertigt, von einem signifikanten Wettbewerbsvorsprung für Cenit in diesem Geschäft zu sprechen. Seit 1994 werde das Unternehmen in jedem Jahr als erfolgreichster CATIA-Geschäftspartner von IBM-Deutschland ausgezeichnet. Mittlerweile gelte man in diesem Sektor gar als erfolgreichster IBM-Partner weltweit.

Auch wenn der Markt für CAD/CAM-Produkte sehr groß sei, es immer wieder zu dynamischen Entwicklungen komme (PDM, VR) und Cenit in diesem Bereich über die oben beschriebene starke Stellung verfüge, sei doch klar, dass hier in Zukunft nicht mit einem überdurchschnittlichen Wachstum gerechnet werden dürfe. Dies liege einfach auch daran, dass der betreffende Markt schon recht gesättigt sei. Cenit habe dies selbst rechtzeitig erkannt und das weitere Unternehmenswachstum durch die Eröffnung zusätzlicher Geschäftssegmente abgesichert. Die Experten sind davon überzeugt, dass diese neuen Segmente auch in Zukunft ein stärkeres Wachstum als der CAD/CAM-Bereich generieren und diesen umsatzseitig schon bald überragen werden. CAD/CAM bleibe aber mit Sicherheit ein technologisch anspruchsvolles Basisgeschäft für die Cenit AG.

Das Geschäftssegment e-business sei im Jahr 1995 gegründet worden. Auch hier sei der Anstoß aus dem CAD-Bereich gekommen. Auf den ersten Blick möge dies überraschen, denn was habe CAD mit einem e-Shop zu tun? Nicht sehr viel natürlich - nur verenge Cenit den e-business Begriff auch nicht auf Shop-Software, wie dies hin und wieder unzulässigerweise geschehe. Zum e-business gehörten tatsächlich alle Lösungen, die eine elektronische Kommunikation zwischen Mitarbeitern, Zulieferern, Geschäftspartnern und natürlich mit dem Kunden möglich machten. Hierzu sei auch ein Dokumenten Management System (DMS) zu zählen. Cenit habe, wie oben beschrieben, bereits erhebliche Erfahrungen mit der industriellen Variante dieser Technologie, nämlich dem PDM, gesammelt. Seit 1995 vertreibe man nun auch das DM-System PANAGON des Marktführers FileNET für die Verwaltungs- und Bürowelt.

PANAGON ermögliche die elektronische Archivierung (Laserdisk) von Dokumenten aller Art, steuere die Zugriffs- und Nutzerrechte und ermögliche über starke Workflow-Komponenten eine optimale Geschäftsprozesssteuerung (Dokumentenverteilung, Dokumentenweitergabe, Terminüberwachung). Cenit sei mittlerweile der erfolgreichste FileNET-Partner außerhalb der USA.

Ein weiteres Geschäftsfeld würden sogenannte Groupware-Lösungen bilden, die eine Zusammenarbeit von räumlich verteilten Teams innerhalb einer Organisationsstruktur erlauben. Cenit vertreibe auch hier das Produkt des Weltmarktführers, nämlich NOTES/DOMINO der Firma Lotus. Lotus wiederum sei eine Tochter der IBM. Unter Verknüpfung von Internet und Intranet könnten Mitarbeiter, die an einem gemeinsamen Projekt arbeiteten sowohl synchron wie auch asynchron miteinander diskutieren, Daten austauschen, Termine abstimmen usw. Natürlich könnten Lieferanten und Kunden in diese Prozesse eingebunden werden. Auf diese Groupware-Lösung setze OVERQUOTA auf, ein Programm, das die für den Vertrieb relevante Daten strukturiere und den Vertriebsmitarbeitern zugänglich mache. Die Experten erachten diese CRM-Lösungen (Customer Relationship Management) als für die Zukunft außerordentlich bedeutsam.

Natürlich biete Cenit im e-business Segment auch Lösungen für den elektronischen Einkauf an. Man setze hier auf die mittlerweile sehr bekannten Lösungen der Firma Intershop.

Das Geschäftssegment e-business sei 1998 gegenüber dem Vorjahr um 107% gewachsen. Die Anlagestrategen erwarten auch für die Zukunft in diesem Bereich das stärkste Wachstum aller Segmente der Cenit AG. Langfristig sollte insbesondere der Bereich Groupware/CRM stark zulegen können, heißt es.

Bei manchem Konkurrenten bestehe das gesamte Um und Auf des Geschäfts in dem, was bei Cenit lediglich das dritte Segment bilde, nämlich den IT-Services. Cenit biete hier die gesamte Dienstleistungspalette an, vom Consulting über die konkrete Projektplanung, die Installation neuer Systeme, die Pflege installierter Anwendungen, die Betreuung vor Ort und per Hotline, die Schulung von Mitarbeitern der Kunden bis hin zum Outsourcing. Natürlich gehöre in diesen Bereich auch die wohl obligatorische SAP R/3-Unterstützung. Cenit sei in der R/3- Beratung, Einführung und Betreuung aktiv. Dieses Geschäft sei mittlerweile heißumkämpft und binde relativ viele personelle Kapazitäten eines Dienstleisters. Die Analysten sehen es als einen Vorzug der Cenit AG gegenüber vielen anderen IT-Dienstleistern an, dass man nicht auf das R/3-Neukundengeschäft konzentriert sei, sondern R/3 nur eine Ergänzung des Leistungsportfolios darstelle.

Besonders interessant im Bereich IT-Services sei das sogenannte Systems Management. Die IT-Infrastruktur bestehe heute, insbesondere bei größeren Organisationen, aus einem recht heterogenen Gesamtsystem. Die Herausforderung für den IT-Verantwortlichen bestehe in der Absicherung eines möglichst reibungslosen Datenaustausches zwischen den Teilsystemen, sowie in der Überwachung (Performance, Ausfallsicherheit, Fehleranalyse, Zugriffsrechtesteuerung, Updates) der gesamten Infrastruktur. Ein zentrales und personalsparendes Systemmanagement sei im Grunde nur noch mit einer entsprechenden Softwarehilfe realisierbar. Cenit setze hier auf das Programm TIVOLI der Firma IBM, eines der in diesem Markt weltweit führenden Produkte.

Beim Systems Management handele es sich ohne Zweifel um einen sehr zukunftsträchtigen Markt, da die IT-Systeme tendenziell immer größer und komplexer würden. Weiterhin ließen sich mit einem guten Systems Management sehr schnell Einsparpotentiale realisieren, da das firmeneigene oder fallweise eingekaufte IT-Personal von Servicearbeiten teilweise entlastet werden könne.

Das Segment IT-Service profitiere einerseits vom Wachstum der beiden anderen Geschäftssegmente (zum Beispiel Schulungen für CATIA-Anwender oder Betreuung eines PANAGON-Systems), generiere im Feld Systems Management oder R/3 aber auch eigenes Wachstumspotential. Die Experten erwarten für dieses Segment ein weiterhin starkes Wachstum, das deutlich über dem des CAD-Bereiches, aber etwas unter dem des e-business-Bereiches liegen dürfte.

Die Cenit AG habe sich seit ihrer Gründung von einem 5-Mann-Betrieb mit weniger als einer Million DM Umsatz zu einem mittelständischen Systemhaus mit gegenwärtig 430 Beschäftigten und einem geplanten Jahresumsatz von 166 Millionen DM in 1999 entwickelt. Es sei zu erwarten, dass Cenit weiterhin ein kontinuierliches und profitables organisches Wachstum vorweisen werde. Neben der beinahe abgeschlossenen Durchdringung des deutschen Marktes werde in Zukunft die Auslandsexpansion eine größere Rolle spielen. Insbesondere der französische, der englische und natürlich der US-Markt sollten angegangen werden. Da man in Großbritannien bereits eine Tochter etabliert habe, seien Frankreich und USA die vordringlichen Ziele. Nach dem Börsengang seien Akquisitionen durch Cenit fest geplant. Dieses Ziel sei noch nicht erreicht worden, was der Gesellschaft bereits schwere Vorwürfe eingebracht habe. Bei näherem Hinsehen erscheine die diesbezügliche Kritik aber selbst als fragwürdig. Momentan seien zwei der Vorstände mit M&A-Fragen befasst. Das es zu Abschlüssen noch nicht gekommen sei, liege auch einfach daran, dass im Zuge der Neuer Markt-Euphorie die Preisvorstellungen vieler Eigentümer von potentiellen Übernahmekandidaten den akzeptablen Rahmen sprengten (Motto: Wenn ihr mich nicht zum Preis x kauft, gehe ich eben an die Börse - die Anleger zahlen blind fast jedes Geld). Für den Aktionär einer Gesellschaft bedeute aber eine Akquisitionsstrategie "um jeden Preis" letztlich eine Eigentumsvernichtung. Dies gelte unbeschadet der kurzfristig kurstreibenden Wirkung entsprechender Ad-Hoc-Meldungen. In letzter Zeit sei zu bemerken, dass die Emissionspreise wieder ein faireres Niveau erreichten, so dass auch der Kauf einer nicht börsennotierten Gesellschaft in Zukunft möglich sein könnte, ohne Werte des Aktionärs der übernehmenden Gesellschaft zu vernichten.

Die Cenit AG sei eindeutig negativ vom Jahr 2000-Problem betroffen. Während man noch zum Halbjahr 1999 nicht mit signifikanten Erschwernissen des Geschäfts durch Y2K gerechnet habe, habe man mit der Vorlage der 9-Monats-Zahlen deutliche Moll-Töne angeschlagen. Bei vielen Kunden bestehe gegenwärtig eine spürbare Investitionszurückhaltung im von Cenit versorgten IT-Bereich. Cenit habe sich zu der etwas gequält wirkenden Aussage durchgerungen, man halte die "ehrgeizigen Zielvorgaben auch weiterhin für erreichbar". Bis zum heutigen Tage stehe die Gesellschaft auch zu dieser Zusage. Trotzdem sei es natürlich enttäuschend, wenn eine Gesellschaft, die für ihre konservativen Prognosen bekannt sei, ihre Ziele als "ehrgeizig" und "weiterhin erreichbar" bezeichnen müsse. Es dürfte eine reale Gefahr bestehen, dass Cenit das Umsatzziel für das Jahr 1999 verfehle. Dies würde sich verheerend auf den Gewinn auswirken, da ein großer Teil des Umsatzes immer erst im vierten Quartal erwirtschaftet werde. Bei im wesentlichen gleichbleibenden Fixkosten und sehr hohen Umsätzen seien dann die Gewinne des letzten Quartals besonders hoch und machten beinahe den gesamten Jahresgewinn aus! Ein schwaches viertes Quartal könnte daher für einige Investoren eine besonders unangenehme Überraschung werden und den Kurs nicht unbeträchtlich belasten. Es dürfe aber bei dieser Diskussion auch nicht völlig aus den Augen geraten, dass Y2K ein einmaliger Effekt sei (zumindest bis zum Umspringen des Datums von 9.999 auf das fünfziffrige Jahr 10.000) und jetzt aufgeschobene Investitionen keineswegs aufgehoben seien, sondern zum größten Teil in 2000 ein zusätzliches Geschäft generieren würden. Die Experten sind daher nicht dazu bereit, Y2K zu einer Determinante ihrer Investitionsentscheidungen zu machen.

Die Cenit AG habe insgesamt die Zahl von 4 Millionen Aktien ausstehen. Beim gegenwärtigen Kurs von 36 Euro sei die Firma also mit 144 Millionen Euro bzw. mit 281 Millionen DM bewertet. Dies entspreche fast genau dem für 2001 erwarteten Umsatz, so dass sich auf Basis 2001 ein KUV von ca. 1 ergebe. Dieser Wert liege im Mittelfeld der Branche und unterzeichne nach Meinung der Analysten die starke Position der Cenit AG etwas.

Obwohl der Gewinn im Jahr 2000 durch die Gründung der Cenit AG Schweiz aufgrund der zu erwartenden Anlaufverluste um ca. 0,6 Millionen Euro geschmälert werde, halten die Anlageexperten die durchschnittliche Erwartung der Analysten von ca. 5,6 Millionen Euro bzw. 1,40 Euro/Aktie Gewinn für erreichbar. Im Jahr 2001 sollte der Gewinn dann auf ca. 2,20 Euro/Aktie steigen.

Es ergebe sich somit auf Basis des Jahres 2001 und bei einem Kurs von 36 Euro ein KGV von ca. 16,3. Für einen stabilen Wachstumswert mit einem im Durchschnitt der nächsten 4 Jahre erwarteten Wachstum von ca. 30% wäre bei Zugrundelegen der PEG-Ratio-Methodik ein KGV von bis zu 30 und mithin ein Kurs von bis zu 66 Euro vertretbar.

Für die Berechnung des Ertragswerts gehen die Analysten von einem moderaten Wachstumsszenario aus, bei dem bis 2002 der Umsatz jährlich um ca. 30% steigt und dann sukzessive auf 20% absinkt. Die Anlagestrategen unterstellen eine leicht steigende Nettorendite, welche bis 2002 auf 7% steigt und dann dort verharrt. Die zukünftigen Gewinne würden mit 10% abgezinst. Es ergebe sich daraus ein fairer Wert der Aktie von 51,67 Euro bzw. ein Kurspotential von 43%. Das unterstellte Szenario sei nach Meinung der Analysten recht konservativ.

Durch die Erschließung neuer Geschäftsfelder, eine verstärkte Expansion im Ausland oder durch Akquisitionen könnte sich durchaus ein höheres Wachstum einstellen. Auch sei zu bedenken, dass schon bald die Ewige Rente erst ein Jahr später einsetze und dadurch der faire Wert auf ca. 60 Euro steigen werde.

Die Cenit AG überzeuge durch eine seriöse, kontinuierliche und profitable Wachstumsstory. Die Gesellschaft sei bezüglich ihres Leistungsangebots sehr gut diversifiziert und hebe sich dadurch von vielen anderen IT-Dienstleistern positiv ab. In allen Geschäftssegmenten habe sie sich als starker Partner ihrer Zulieferer etabliert. Sie besetze technologisch und/oder wachstumsseitig sehr interessante Märkte. Erfreulich sei auch die sehr geringe Fluktuation im Personalbereich, die für ein gutes Betriebsklima spreche und den zügigen und sehr erfolgreichen Ausbau der personellen Kapazitäten stütze. Die Gesellschaft sei gegenwärtig unterbewertet. Da die schlechte Stimmung gegenüber den IT-Dienstleistern am Neuen Markt noch eine Zeit anhalten könnte, sei aber nicht unbedingt mit einer schnellen Korrektur dieser Unterbewertung zu rechnen.

Hinzu treten würden noch die Unsicherheiten, die mit dem Jahr 2000-Problem zusammenhängen. Die Analysten empfehlen die Aktie daher nur dem langfristigen Investor als Depotbeimischung zum Kauf.





 
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