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Do, 23. April 2026, 4:58 Uhr

Börsen weiter verunsichert


20.07.01 14:30
GZ-Bank

Auch in dieser Woche überwogen an den Aktienmärkten die Unsicherheiten, so dass sich die Anleger erneut größtenteils schwächeren Kursnotierungen ausgesetzt sahen, so die Analysten der GZ-Bank.

Nachdem in den vergangenen Wochen die Gewinnwarnungen im Vordergrund des Interesses gestanden hätten, sei es nun an der Zeit, über den tatsächlichen Geschäftsverlauf des 2. Quartals zu berichten. Wie in Anbetracht der schwachen Vorankündigungen nicht anders zu erwarten gewesen sei, seien die bislang gemeldeten Ergebnisse weitgehend enttäuschend ausgefallen. Es sei allerdings zu beobachten, dass ein Erreichen bzw. geringfügiges Übertreffen der zuvor in den meisten Fällen nach unten revidierten Zahlen vom Markt tendenziell mit Käufen quittiert werde.

Dies zeigt nach Ansicht der GZ-Bank, dass eine Vielzahl der Anleger trotz des schwierigen Umfelds durchaus bereit ist, sich am Aktienmarkt zu engagieren. Es bleibe allerdings abzuwarten, inwieweit die teils starken Kursanstiege, wie sie unter anderem im Anschluss an die Meldungen von SAP oder Nokia zu sehen gewesen seien, von Dauer seien, oder in den kommenden Tagen bereits, wie so oft in der Vergangenheit, wieder zum Ausstieg genutzt würden. Die Analysten der GZ-Bank gehen zunächst unverändert davon aus, dass sich die globalen Aktienmärkte in den kommenden Wochen weiter uneinheitlich entwickeln werden.

Nach wie vor begrenzten dabei die schwachen fundamentalen Perspektiven des makro- und mikroökonomischen Umfelds die Kurschancen am Aktienmarkt. Die jüngst vom US-Notenbank-Präsidenten Greenspan abgegebenen Kommentare zur US-Wirtschaft hätten dabei etwas die Hoffnung des Marktes gedämpft, wonach sich die richtungsweisende US-Wirtschaft langsam wieder auf dem Weg der Erholung befinde. Nachdem die europäische Konjunktur ohnehin mit einer Vielzahl von Belastungen konfrontiert sei, sollten sich also deren Aktienmärkte allenfalls unter längerfristigen Überlegungen verhalten optimistisch präsentieren.

Da die Analysten insbesondere in Europa kurzfristig keine signifikante Besserung erwarteten, setzten sie weiterhin auf Unternehmen, deren Fundamentaldaten der momentanen Schwächephase offensichtlich widerstehen könnten. Dazu zählten sie die Aktien von RWE, SAP und Unilever.