Biochip-Sektor attraktiv
15.12.99 00:00
at-stoxx
Nach Einschätzung der Analysten von at-stoxx handelt es sich bei den Aktien des Biochip-Sektors um ein lohnendes Investment.
Bisher habe nur ein Biochip-Unternehmen von sich reden: Affymetrix (AFFX). Der Marktführer im Bereich der Biochips weise für das laufende Jahr eine gute Performance auf. Zum Jahreswechsel sei das Papier noch für 25$ zu haben gewesen, bis zu 127$ seien bereits bezahlt worden, aktuell koste der Anteilsschein 110$. Vor allem die Phantasie treibe die Kurse. Denn bei aktuell 82 Mio. US$ Umsatz sei die Bewertung mit fast 3 Mrd. US$ recht ambitioniert. Doch setze man mit Affymetrix auf den Marktführer in einem Segment, das sehr stark wachsen werde. Bisher würden sich die Umsätze mit Biochips auf weniger als 100 Mio. US$ belaufen, bis zum Jahr 2005 sollten es mehrere Milliarden sein. Da die Chips von Affymetrix überall gut ankommen würden, nehme man an, dass vor allem diese Firma den riesigen Markt werde dominieren können.
In der Tat sei der Biochip eine der spannendsten Entwicklungen im Biotechsektor. Basierend auf den Erkenntnissen, die aus den zahlreichen Entschlüsselungsprojekten des Erbgutes gewonnen worden seien, solle er vor allem im medizinischen Bereich Einsatz finden. Als hochleistungsfähiges Testgerät, mit dem innerhalb kürzester Zeit ein allumfassender Test durchgeführt werden könne. Weitere Anwendungen gebe es vor allem in der Forschung und Entwicklung. Der Trend solle dahin gehen, dass der Biochip aus dem Reich der Wissenschaft immer mehr in den Allltag integriert wird.
Bisher sei Affymetrix als der einzig interessante Hersteller auf dem Gebiet wahrgenommen und entsprechend vom Parkett gewürdigt worden. Doch gebe es auch noch andere interessante Gesellschaften, die sich auf diesem Gebiet tummelten und nicht weniger aussichtsreich seien. Es sei zum einen die Firma Hyseq (HYSQ), zum anderen Nanogen (NGEN). Die Kursentwicklung sei im Vergleich zu AFFX nicht weniger spektakulär, gutes Geld habe man auch mit diesen beiden Werten verdienen können. Hyseq habe am Anfang des Jahre bei 5$ notiert, aktueller Kurs seien 15$, Nanogen habe von 4$ auf knapp 11$ zugelegt.
Hyseq habe als Kooperationspartner eines der bedeutendsten Unternehmen im Bereich der Gensequenzierung gewinnen können: Perkin-Elmer, bzw. PE Biosystems. Das gebe dem kleinen Unternehmen natürlich eine gewisse Rückendeckung, um sich gegen die Konkurrenz durchsetzen zu können. Daher bestehe natürlich eine gute Chance, dass sich Hyseq in Zukunft ein Stück des Marktes sichern kann.
Interessanter sei auf jeden Fall Nanogen, da dieses Unternehmen eine eigene technologische Strategie verfolge. Es werde versucht, das größte Manko der Biochips zu beheben: lange Fertigungszeiten und hohe Kosten bei der Anfertigung. Man müsse sich das so vorstellen: Wenn ein Forscherteam eine Untersuchung durchführen wolle, so gehe an den Hersteller der Biochips ein Auftrag, einen Chip gemäß der benötigten Anforderungen zu erstellen. Dieser Chip werde dann baldmöglichst geliefert. Nanogen wolle dies bedeutend vereinfachen und habe ein Verfahren entwickelt, mit dem sich jeder seine eigenen Chips gestalten und entwickeln könne. Diese Anwendungsmöglichkeit solle jedoch nicht nur den Wissenschaftlern vorbehalten bleiben, sondern auch - über Zwischenschritte - dem Massenmarkt zugänglich gemacht werden. Erste Produkte sollten in naher Zukunft auf den Markt kommen, daher sei bisher über kommerzielle Erfolge wenig zu sagen - wobei dies in gewisser Weise auch auf AFFX zutreffe. Doch erscheine die Strategie von Nanogen sehr interessant und sei ein Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu den anderen Unternehmen.
Fazit: Ein Investment in den Biochipsektor dürfte lohnen. Die Zukunftsaussichten sind, wenn man den Markterhebungen glaubt, sehr positiv. Wem der Marktführer in diesem Sektor zu teuer ist, kann sich auch guten Gewissens eines der kleinen Unternehmen in das Depot legen. Allerdings sollte dann das höhere Risiko dieses Investments miteinkalkuliert werden. Interessant ist auf jeden Fall der Stimmungswandel. Wurde bisher lediglich der Marktführer gekauft, kommt inzwischen auch Interesse an den kleineren Mitstreitern auf.
Bisher habe nur ein Biochip-Unternehmen von sich reden: Affymetrix (AFFX). Der Marktführer im Bereich der Biochips weise für das laufende Jahr eine gute Performance auf. Zum Jahreswechsel sei das Papier noch für 25$ zu haben gewesen, bis zu 127$ seien bereits bezahlt worden, aktuell koste der Anteilsschein 110$. Vor allem die Phantasie treibe die Kurse. Denn bei aktuell 82 Mio. US$ Umsatz sei die Bewertung mit fast 3 Mrd. US$ recht ambitioniert. Doch setze man mit Affymetrix auf den Marktführer in einem Segment, das sehr stark wachsen werde. Bisher würden sich die Umsätze mit Biochips auf weniger als 100 Mio. US$ belaufen, bis zum Jahr 2005 sollten es mehrere Milliarden sein. Da die Chips von Affymetrix überall gut ankommen würden, nehme man an, dass vor allem diese Firma den riesigen Markt werde dominieren können.
In der Tat sei der Biochip eine der spannendsten Entwicklungen im Biotechsektor. Basierend auf den Erkenntnissen, die aus den zahlreichen Entschlüsselungsprojekten des Erbgutes gewonnen worden seien, solle er vor allem im medizinischen Bereich Einsatz finden. Als hochleistungsfähiges Testgerät, mit dem innerhalb kürzester Zeit ein allumfassender Test durchgeführt werden könne. Weitere Anwendungen gebe es vor allem in der Forschung und Entwicklung. Der Trend solle dahin gehen, dass der Biochip aus dem Reich der Wissenschaft immer mehr in den Allltag integriert wird.
Hyseq habe als Kooperationspartner eines der bedeutendsten Unternehmen im Bereich der Gensequenzierung gewinnen können: Perkin-Elmer, bzw. PE Biosystems. Das gebe dem kleinen Unternehmen natürlich eine gewisse Rückendeckung, um sich gegen die Konkurrenz durchsetzen zu können. Daher bestehe natürlich eine gute Chance, dass sich Hyseq in Zukunft ein Stück des Marktes sichern kann.
Interessanter sei auf jeden Fall Nanogen, da dieses Unternehmen eine eigene technologische Strategie verfolge. Es werde versucht, das größte Manko der Biochips zu beheben: lange Fertigungszeiten und hohe Kosten bei der Anfertigung. Man müsse sich das so vorstellen: Wenn ein Forscherteam eine Untersuchung durchführen wolle, so gehe an den Hersteller der Biochips ein Auftrag, einen Chip gemäß der benötigten Anforderungen zu erstellen. Dieser Chip werde dann baldmöglichst geliefert. Nanogen wolle dies bedeutend vereinfachen und habe ein Verfahren entwickelt, mit dem sich jeder seine eigenen Chips gestalten und entwickeln könne. Diese Anwendungsmöglichkeit solle jedoch nicht nur den Wissenschaftlern vorbehalten bleiben, sondern auch - über Zwischenschritte - dem Massenmarkt zugänglich gemacht werden. Erste Produkte sollten in naher Zukunft auf den Markt kommen, daher sei bisher über kommerzielle Erfolge wenig zu sagen - wobei dies in gewisser Weise auch auf AFFX zutreffe. Doch erscheine die Strategie von Nanogen sehr interessant und sei ein Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu den anderen Unternehmen.
Fazit: Ein Investment in den Biochipsektor dürfte lohnen. Die Zukunftsaussichten sind, wenn man den Markterhebungen glaubt, sehr positiv. Wem der Marktführer in diesem Sektor zu teuer ist, kann sich auch guten Gewissens eines der kleinen Unternehmen in das Depot legen. Allerdings sollte dann das höhere Risiko dieses Investments miteinkalkuliert werden. Interessant ist auf jeden Fall der Stimmungswandel. Wurde bisher lediglich der Marktführer gekauft, kommt inzwischen auch Interesse an den kleineren Mitstreitern auf.
