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Fr, 17. April 2026, 17:00 Uhr

Bayer AG

WKN: BAY001 / ISIN: DE000BAY0017

Bayer auf Marketperformer abgestuft


27.06.01 13:34
GZ-Bank

Die Analysten der GZ-Bank stufen die Aktie der Bayer AG (WKN 575200) von Outperformer auf Marketperformer herunter.

Nach BASF in der letzten Woche reihe sich nun auch der Bayer-Konzern in den Reigen der von der konjunkturellen Schwäche massiv betroffenen Werte ein. Diese Einschätzung gehe dabei durchaus konform mit der vor kurzen von dem zuständigen Analysten vorgenommenen Rückstufung des Sektors Chemie von neutral auf nunmehr unattraktiv. An den heute bekannt gegebenen Zahlen von Bayer zeige sich, wie aufgrund des tendenziell negativen „newsflow“ des Sektors der vergangenen Wochen nicht anders zu erwarten gewesen sei, dass die auf globaler Ebene stattfindende Konjunkturverlangsamung besonders den zyklisch ausgerichteten Sektoren und Sparten zu schaffen mache.

Besonders belastend wirkten sich bei Bayer allerdings die massiven Probleme beim Blutgerinnungspräparat Kogenate aus. Nachdem bereits vor einiger Zeit die Produktion im kalifornischen Berkeley aufgrund nachgewiesener bakterieller Unreinheiten vorübergehend durch die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA eingestellt worden sei, sei zwar bereits absehbar gewesen, dass sich aus dieser Entwicklung für das Gesamtjahr eine höhere Ergebnisbelastung ergeben werde. Dennoch scheinen die Auswirkungen nach Ansicht der Analysten doch größer als zunächst angenommen. Besonders der Wegfall einer sich aus der Struktur des Bayer-Konzerns ergebenden Kompensationsmöglichkeit werteten die Analysten im aktuellen Marktumfeld kritisch.

Auf die schwache Weltwirtschaft und auf deren negative Begleiterscheinungen, insbesondere auf die konjunktursensitive Sparte Polymere, hätten die Analysten dabei in der Vergangenheit des öfteren hingewiesen. Die nach Ansicht der GZ-Bank aufgrund des Festhaltens an der 4-Säulen Strategie langfristig erfolgversprechende geografische und sektorale Diversifikation sollte jedoch bei den Leverkusenern weiterhin nicht zur Disposition stehen. Ohne die Belastungen aus dem Kogenate-Dilemma hätte sich dabei nach Ansicht der Experten die Strategie von Bayer durchaus als stabilisierend erweisen können.

Das durch die Gewinnwarnung verlorengegangene Vertrauen in das Unternehmen dürfte nun bei den meisten Anlegern noch einige Zeit andauern. Nachdem die GZ-Bank kein rasches Ende der globalen Konjunkturschwächen sieht, dürfte das Sentiment gegenüber zyklischen Sparten und Werten weiter von einer negativen Grundstimmung geprägt sein. Es bleibe zu befürchten, dass die bisher am Markt bekannt gewordenen Gewinnwarnungen erst die „Spitze des Eisbergs“ darstellen. Mit weiteren unliebsamen Überraschungen in den kommenden Wochen werde daher im Research-Team der GZ-Bank durchaus gerechnet. Die Bayer-Aktie, an deren langfristig überdurchschnittlichen Kursperspektiven die Analysten innerhalb des Chemie-Sektors weiter festhalten, dürfte sich aber zunächst allenfalls im Gleichschritt mit dem Gesamtmarkt entwickeln. Investitionen sollten bis zum Erkennen einer nachhaltigen Bodenbildung und einer damit einhergehenden Stabilisierung der konjunkturellen Rahmendaten folglich zurückgestellt werden.

Die GZ-Bank stuft aufgrund der ihres Erachtens nach überaus deutlichen Ergebniswarnung nach BASF nun auch die Bayer-Aktie auf Marketperformer zurück.





 
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