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WKN: A2AA40 / ISIN: DE000A2AA402

Balda zu teuer


13.12.99 00:00
at-stoxx

Mit der Balda AG (WKN 521 510) habe am 23. November ein interessantes Unternehmen den Neuen Markt erblickt, berichten die Analysten von at-stoxx.

Die 2,2 Mio. Aktien seien für 24 Euro an den Mann/die Frau gebracht worden, daraus ergebe sich ein Emissionserlös von 52,8 Mio. Euro. Erfreulich sei, dass es bislang noch nicht zu großen Gewinnmitnahmen gekommen sei.

Seit der Gründung 1994 produziere das Unternehmen hochwertige Spritzgussartikel für verschiedene Branchen und gelte daher als Zulieferer im kunststoffverarbeitenden Gewerbe. Am Neuen Markt sei der Wert gelistet, da in den letzten Jahren technologisch enorm aufgerüstet worden sei. Der heutige Unternehmensschwerpunkt liege in der Entwicklungsmitwirkung und Fertigung von Systemkomponenten für Handy-Hersteller. Der Konzern produziere bei Handys nahezu alles, was nicht niet- und nagelfest sei. Dazu zählten Plastikgehäuse, Displayfenster und sogar die Ein- und Ausschaltknöpfe.

Balda vereint seine vier Kernkompetenzen innerhalb zwei Geschäftsbereichen. Zum einen sei es Industrial Design und Engineering, zum anderen der Bereich Herstellung von Hardware-Komponenten für die Telekommunikationsindustrie sowie Oberflächentechnik. Das Tätigkeitsfeld der Gesellschaft sei keinesfalls auf die simple Lieferung der Teile beschränkt. Die Ingenieure der Balda AG seien bereits bei der Produktentwicklungsphase neuer Handys eng integriert, da in der Mobilfunkbranche großer Zeitdruck in Bezug auf die Herstellung der nächsten Generation herrsche. Üblicherweise kauften die Endkunden meist die neueste Technik. Eine zunehmende Rolle spiele auch die Optik, das Design.

Die Kundenliste repräsentiere das "who is who" der Branche: Nokia, Ericsson, Motorola, Siemens und Bosch. Entscheidend für die weitere Entwicklung sei sicher maßgeblich das Wachstum der Mobilfunkgeräte selbst. Laut einer Dataquest Marktstudie sei die Anzahl der Handy-Nutzer in den letzten fünf Jahren von knapp 55 auf über 300 Mio. im Jahr 1998 gestiegen. Die Schätzungen der Branche für das weitere Wachstum reichten von konservativen 20% bis hin zu 50% p.a., die sich Marktführer Nokia erhoffe. Diese rechneten mit dem Erreichen der Milliardengrenze für das Jahr 2003. Auch in Deutschland besitze laut Studien bereits jeder vierte ein Handy. Die Nachfrage steige aus vielen Gründen: Beruf, Mode und in Zukunft Internetnutzung seien wohl die wichtigsten.

Strategie des Geschäftsleitung sei die Erhöhung des Umsatzanteils für den Bereich Mobilfunk auf 90% im Jahr 2000. Der Ausbau der Produktionskapazitäten stehe im Vordergrund, in Verbindung mit dem Ziel technologischer Marktführer im Bereich des Anlagenbaues und Materialqualität zu sein. Auch mit gezielten Akquisitionen solle Wachstum erreicht werden - hier gebe es laut Geschäftsleitung bereits erste Gespräche.

Obwohl die Balda AG nicht Marktführer sei, dürfte gerade in diesem Segment Material-Knowhow von großer Bedeutung sein. Auch sei der Markt groß genug, um sich weiter gut zu positionieren. Die Tatsache, dass die Kunden Nokia, Motorola und Siemens in Deutschland produzierten biete einen zusätzlichen Standortvorteil, da in diesem Massengeschäft die Margen von den Herstellern stark gedrückt würden. Mit seiner hochwertigen Produktionsanlagen-Technologie gelinge es Balda durch automatisierte Fertigungsanlagen sieben Tage in der Woche rund um die Uhr zu fertigen.

Im Vergleich mit dem finnischen Branchenführer Perlos (KGV 23) liege die Balda AG bereits mit dem Emissionskurs gleichauf. Aufgrund des Kurses von derzeit 40,50 Euro erscheine die Aktie auf den ersten Blick fair bewertet. Substanziell stehe das Unternehmen auf einer gesunden Basis und die Wachstumsperspektive sei vorhanden. Einzig die hohe Bewertung im peer-group Vergleich lasse die Experten zu dem Schluss kommen, dass das Warten auf ein niedrigeres Kursniveau empfehlenswert erscheine.





 
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