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BMW AG St

WKN: 519000 / ISIN: DE0005190003

BMW aufstocken


02.06.10 13:40
Oldenburgische Landesbank

Oldenburg (aktiencheck.de AG) - Christoph Siebecke, Analyst der Oldenburgischen Landesbank, rät die BMW-Aktie aufzustocken.

"Der Autoabsatz soll im soliden einstelligen Prozentbereich zulegen und das Konzernergebnis deutlich über dem von 2009 liegen." Mit diesen Worten konkretisiere BMW-Chef Reithofer den Jahresausblick 2010. Die große Hoffnung sei die neue 5er Reihe, die gerade auf den Markt gekommen sei. Genau wie die E-Klasse bei Mercedes werfe auch der 5er bei BMW die mit Abstand besten Margen ab. Ohne diese Baureihe wären die Gewinnziele nicht erreichbar. Bislang sehe es sehr gut aus. Im ersten Quartal hätten die Münchener schon einen höheren Gewinn als im Gesamtjahr 2009 verbucht. Unterm Strich habe BMW einen Gewinn von 323 Mio. Euro erwirtschaftet. Gegenüber dem Vorquartal bedeute dies einen Zuwachs von 100%.

Für das Gesamtjahr peile der Konzern einen operativen Gewinn von 2 Mrd. Euro an. Damit läge man allerdings noch immer deutlich unter dem Vorkrisenniveau. Die Kapitalausstattung entwickle sich weiterhin erfreulich. Die Kasse sei mit über 8 Mrd. Euro gut gefüllt und die Bilanz weise ein Nettofinanzvermögen von über 5 Mrd. Euro aus. Damit würden die Münchener keine Probleme bei der Refinanzierung ihrer Investitionen haben. Die Eigenkapitalquote liege bei gut 19%. Für das Gesamtjahr peile das Unternehmen einen Autoabsatz von 1,3 Mio. Einheiten an. Dabei setze man bei der Fertigung der Fahrzeuge über alle Modelle auf ein Baukastenprinzip, wodurch die Kosten weiter gesenkt werden sollten.

BMW profitiere derzeit stark von den guten Absatzzahlen aus den USA und China. Im Reich der Mitte wolle man in diesem Jahr 100.000 Autos verkaufen. Hier verkaufe man in erster Linie Oberklasse-Modelle, wodurch das Absatzwachstum sehr margenstark sei. Wichtigster Absatzmarkt neben Deutschland würden aber die USA bleiben. Auch hier gebe es positive Meldungen, da die Verkäufe weiter zulegen würden. In China wolle man zudem das Finanzierungsgeschäft aufbauen. Hierzu habe BMW eine Banklizenz beantragt. Die Banktochter könnte auch eine wichtige Rolle beim Aufbau des Gebrauchtwagengeschäfts spielen. Über diesen Weg wolle man langfristig den Absatz verdreifachen.

Die Schuldenproblematik in Griechenland stelle kein Problem dar, habe BMW lediglich 9.000 Fahrzeuge in 2009 dorthin exportiert. In Spanien und Portugal sehe das Management eher positive Zeichen. So sehe man in der obersten Konzernetage das Ziel, bis 2012 weltweit 1,6 Mio. Fahrzeuge abzusetzen, auch nicht gefährdet. Die operative Marge solle dann 8 bis 10% betragen. Dies entspreche einer Verdoppelung der jetzigen Marge.

Wesentlicher Gewinntreiber sei mittlerweile die Finanztochter BMW Financial Services. Fast die Hälfte des operativen Ergebnisses komme aus diesem Bereich. Die Kreditausfallrate sei aber seit Ende 2009 weiter gesunken und liege jetzt bei 0,6%. Die Dynamik scheine weiter an Fahrt zu gewinnen, während der schwächere Euro-Kurs die Exportchancen weiter verbessere.

Die Analysten der Oldenburgischen Landesbank empfehlen die BMW-Aktie aufzustocken. (Analyse vom 02.06.2010) (02.06.2010/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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