ARCELORMITTAL S.A. NOUV.
WKN: A0M6U2 / ISIN: LU0323134006ArcelorMittal kaufen
11.02.09 12:31
National-Bank AG
Essen (aktiencheck.de AG) - Die Analystin der National-Bank AG, Andrea Lötte, stuft die ArcelorMittal-Aktie unverändert mit "kaufen" ein.
Der weltgrößte Stahlkonzern habe im Schlussquartal deutliche Erlös- und Ergebniseinbußen ggü. dem Vorjahreszeitraum verbuchen müssen. Der Umsatz habe um 21% auf 22,1 Mrd. USD nachgegeben, was auf die eingebrochene Nachfrage nach Stahlprodukten im Zuge der globalen Wirtschaftsabschwächung sowie deutliche Preisrückgänge zurückgeführt werde. Insgesamt sei das Umsatzminus allerdings geringer als vom Gros der Marktbeobachter befürchtet gewesen.
ArcelorMittal habe auf die Eintrübung des Marktumfeldes mit einer 45%igen Kürzung der Produktion reagiert, was sich in einem Absatzeinbruch von 39% auf 17,1 Tonnen niedergeschlagen habe. Das operative Ergebnis (EBITDA) habe sich binnen Jahresfrist um 42% reduziert, bewege sich mit 2,8 Mrd. USD allerdings im Rahmen der Konzernprognose. Die tiefer gestapelten Konsensschätzungen (2,2 Mrd. USD) habe der Branchenprimus damit übertreffen können.
Das Q4-Zahlenwerk sei von Sonderaufwendungen von insgesamt 4,4 Mrd. USD (Abschreibungen auf Lagerbestände und Beschaffungsverträge, Rückstellungen für Stellenstreichungen und Rechtsverfahren) belastet worden, so dass unter dem Strich ein Verlust von 2,6 Mrd. USD angefallen sei. Dabei hätten sich positive Steuereffekte von 1,13 Mrd. USD sowie Währungs- und Finanzgewinne von 236 Mio. USD ergebnisfördernd ausgewirkt.
Auf Gesamtjahresebene habe ArcelorMittal trotz leichter Absatzrückgänge ein Umsatzplus von knapp 19% verbuchen können, was auf Steigerungen des durchschnittlichen Stahlpreises in den ersten drei Quartalen zurückzuführen sei. Auch auf EBITDA-Ebene habe der Konzern von dem positiven Markumfeld in den ersten neun Monaten profitiert, wohingegen beim EBIT und beim Nettoergebnis die Einbrüche im Schlussquartal durchgeschlagen hätten.
Im vierten Quartal habe der viel beachtete durchschnittliche Preis für europäischen Flachstahl auf dem Spotmarkt ggü. dem Vorjahreszeitraum um 43% auf 425 Euro je Tonne nachgegeben. In den USA sei der Preis für das hauptsächlich von der Automobil-Industrie genutzte Stahlprodukt vom Mitte 2008 markierten Rekordhoch von 1.125 USD je Tonne auf zuletzt 520 USD zurückgegangen. Der Preis für den von der Bauindustrie verwendeten Betonrippenstahl sei von über 1.000 USD je Tonne auf 676 USD eingebrochen. Die sequenziellen Preisrückgänge im vierten Quartal habe der Branchenprimus auf 21% im Bereich Langstahl sowie 40% auf dem russischen Edelstahlmarkt beziffert.
Nach Einschätzung des Stahlriesen dürfte das laufende Quartal den Tiefpunkt im Hinblick auf die Profitabilität markieren. So habe der Konzern bereits Anzeichen für eine Wende zum Besseren auf dem für die Branche wichtigen chinesischen Markt ausgemacht. Den Beobachtungen von ArcelorMittal zufolge sei der Abbau der Lagerbestände in den USA weitgehend abgeschlossen, wohingegen in Europa noch Lagerüberhänge vorhanden seien. Nach Aussagen des Branchenprimus seien die Produktionskürzungen deutlich stärker, als es das wirtschaftliche Umfeld erfordere. Daher erwarte das Unternehmen eine Wiederbelebung der Nachfrage sobald die Lagerbestände vollständig abgebaut seien.
Dies sowie die Einschätzung der Konkurrenten ThyssenKrupp und Salzgitter, dass die Stahlpreise in Europa inzwischen ihren Tiefpunkt erreicht hätten, dürften die Hoffnung auf eine absehbare Wende zum Besseren nähren. Angesichts des erwarteten schwachen Auftaktquartals rechne Arcelor Mittal auf Gesamtjahresebene allerdings mit einem Nachfragerückgang von 7% bis 10%.
Die Analysten der National-Bank AG beurteilen das vorgelegte Zahlenwerk sowie den Ausblick trotz der angekündigten Reduzierung der Dividende auf 0,75 USD (zuvor seien 1,50 USD in Aussicht gestellt worden) insgesamt positiv. Die angekündigte Senkung der Kostenbasis um 2 Mrd. USD im laufenden Jahr sowie die Zuversicht des Konzerns, das Schuldenabbauziel zu erreichen, dürften von den Investoren positiv aufgenommen werden. Angesichts eines im Branchenvergleich unterdurchschnittlichen Kurs-Buchwert-Verhältnisses von 0,5 auf Basis der Konsensschätzungen für 2009 sähen die Analysten nach wie vor Potenzial für die Aktie. Auf Basis ihres auf 27,0 Euro gesenkten Kursziels würden sie dem Titel ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,7 im Einklang mit der Branchenbewertung zubilligen.
Die Analysten der National-Bank AG raten nach wie vor zum Kauf der ArcelorMittal-Aktie. (Analyse vom 11.02.2009) (11.02.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Der weltgrößte Stahlkonzern habe im Schlussquartal deutliche Erlös- und Ergebniseinbußen ggü. dem Vorjahreszeitraum verbuchen müssen. Der Umsatz habe um 21% auf 22,1 Mrd. USD nachgegeben, was auf die eingebrochene Nachfrage nach Stahlprodukten im Zuge der globalen Wirtschaftsabschwächung sowie deutliche Preisrückgänge zurückgeführt werde. Insgesamt sei das Umsatzminus allerdings geringer als vom Gros der Marktbeobachter befürchtet gewesen.
ArcelorMittal habe auf die Eintrübung des Marktumfeldes mit einer 45%igen Kürzung der Produktion reagiert, was sich in einem Absatzeinbruch von 39% auf 17,1 Tonnen niedergeschlagen habe. Das operative Ergebnis (EBITDA) habe sich binnen Jahresfrist um 42% reduziert, bewege sich mit 2,8 Mrd. USD allerdings im Rahmen der Konzernprognose. Die tiefer gestapelten Konsensschätzungen (2,2 Mrd. USD) habe der Branchenprimus damit übertreffen können.
Das Q4-Zahlenwerk sei von Sonderaufwendungen von insgesamt 4,4 Mrd. USD (Abschreibungen auf Lagerbestände und Beschaffungsverträge, Rückstellungen für Stellenstreichungen und Rechtsverfahren) belastet worden, so dass unter dem Strich ein Verlust von 2,6 Mrd. USD angefallen sei. Dabei hätten sich positive Steuereffekte von 1,13 Mrd. USD sowie Währungs- und Finanzgewinne von 236 Mio. USD ergebnisfördernd ausgewirkt.
Auf Gesamtjahresebene habe ArcelorMittal trotz leichter Absatzrückgänge ein Umsatzplus von knapp 19% verbuchen können, was auf Steigerungen des durchschnittlichen Stahlpreises in den ersten drei Quartalen zurückzuführen sei. Auch auf EBITDA-Ebene habe der Konzern von dem positiven Markumfeld in den ersten neun Monaten profitiert, wohingegen beim EBIT und beim Nettoergebnis die Einbrüche im Schlussquartal durchgeschlagen hätten.
Nach Einschätzung des Stahlriesen dürfte das laufende Quartal den Tiefpunkt im Hinblick auf die Profitabilität markieren. So habe der Konzern bereits Anzeichen für eine Wende zum Besseren auf dem für die Branche wichtigen chinesischen Markt ausgemacht. Den Beobachtungen von ArcelorMittal zufolge sei der Abbau der Lagerbestände in den USA weitgehend abgeschlossen, wohingegen in Europa noch Lagerüberhänge vorhanden seien. Nach Aussagen des Branchenprimus seien die Produktionskürzungen deutlich stärker, als es das wirtschaftliche Umfeld erfordere. Daher erwarte das Unternehmen eine Wiederbelebung der Nachfrage sobald die Lagerbestände vollständig abgebaut seien.
Dies sowie die Einschätzung der Konkurrenten ThyssenKrupp und Salzgitter, dass die Stahlpreise in Europa inzwischen ihren Tiefpunkt erreicht hätten, dürften die Hoffnung auf eine absehbare Wende zum Besseren nähren. Angesichts des erwarteten schwachen Auftaktquartals rechne Arcelor Mittal auf Gesamtjahresebene allerdings mit einem Nachfragerückgang von 7% bis 10%.
Die Analysten der National-Bank AG beurteilen das vorgelegte Zahlenwerk sowie den Ausblick trotz der angekündigten Reduzierung der Dividende auf 0,75 USD (zuvor seien 1,50 USD in Aussicht gestellt worden) insgesamt positiv. Die angekündigte Senkung der Kostenbasis um 2 Mrd. USD im laufenden Jahr sowie die Zuversicht des Konzerns, das Schuldenabbauziel zu erreichen, dürften von den Investoren positiv aufgenommen werden. Angesichts eines im Branchenvergleich unterdurchschnittlichen Kurs-Buchwert-Verhältnisses von 0,5 auf Basis der Konsensschätzungen für 2009 sähen die Analysten nach wie vor Potenzial für die Aktie. Auf Basis ihres auf 27,0 Euro gesenkten Kursziels würden sie dem Titel ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,7 im Einklang mit der Branchenbewertung zubilligen.
Die Analysten der National-Bank AG raten nach wie vor zum Kauf der ArcelorMittal-Aktie. (Analyse vom 11.02.2009) (11.02.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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