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Fr, 17. April 2026, 10:03 Uhr

1&1 GMX-Interview


18.01.00 00:00
at-stoxx

Die Internetbeteiligung der 1&1 KGaA (WKN 508900) GMX sei - obwohl als GmbH nicht an der Börse - vielen Web-Surfern ein Begriff, berichten die Analysten von at-stoxx.

Mit über 3 Millionen Mitgliedern sei GMX Deutschlands führender E-Mail- und Messaging-Dienst. Mit über 140 Mio. Page Impressions sei das Unternehmen zugleich Deutschlands größte Website. Die Beteiligung von United Internet (UI) an GMX betrage 62,5%. Die Zukunft von UI werde also nicht nur vom Erfolg/Mißerfolg des derzeitigen Börsenlieblings und "UI-Mitglied" 1&1 abhängig sein. Über 2.000 Mitarbeiter des Konglomerats UI würden in diesem Jahr voraussichtlich über 500 Millionen DM Umsatz generieren.

Kann/wird GMX die Gewinne der United Internet verwässern?

Um mehr über die Geschäftsaussichten des Internet-Durchstarters zu erfahren, baten die Analysten von at-stoxx in einem Exklusiv-Interview den Geschäftsführer Herrn Karsten Schramm, einige Fragen zu beantworten. Gleich zu Beginn habe die Anlageexperten ein wenig enttäuscht, als er mitteilte, dass der Börsengang der GMX noch keine beschlossene Sache sei.

at-stoxx: "Zur Wettbewerbssituation: Wie hoch ist ihr derzeitiger Marktanteil und welches mittelfristige Ziel streben sie in Bezug auf Umsatz und Kundenzahl an?"

Karsten Schramm: "Mit derzeit 3 Millionen registrierten Anwendern liegt unser Marktanteil unter den e-mail-Anbietern in Deutschland bei zirka 25%. Wir streben im Jahr 2000 die europäische Führerschaft bei den Internet-Messaging-Anbietern an, das heißt zirka 5,5 Mio. Anwender in Deutschland - europaweit ca. 7 Mio. - bei einem Umsatz von dann ca. 30 Mio. DM."

at-stoxx: "Arbeitet GMX bereits mit Gewinn (nach Steuern), bzw. wann wird die Gewinnschwelle erreicht? Ist primär Wachstum das Unternehmensziel, oder legt GMX Wert auf gesundes Wachstum?"

Karsten Schramm: "Wir erwarten in Deutschland bereits im Jahr 2000 den Break-Even. Allerdings investiert GMX stark in die Expansion in Europa und den Aufbau der Marke als Technologieführer und Nr. 1 Messaging-Anbieter."

at-stoxx: "Wie wird das Wachstum erreicht und welche Möglichkeiten zur Ausweitung der Produktpalette bestehen?"

Karsten Schramm: "Im FreeMail-Bereich wächst GMX seit Anbeginn durch Mund-Propaganda, sog. virales Marketing weit über dem Markt. Daran wird sich in Kürze nicht viel ändern, zumal ständig hinzukommende Ausstattungsdetails und Verbesserungen das Angebot immer attraktiver gestalten. Erweitert wird die Produktpalette durch professionelle Dienstleistungen für Power-User und Unternehmen (GMX ProMail, GMX Business Mail), die entsprechend auch in traditionellen Medien beworben werden. Kooperationen mit kompetenten Partnern, insbesondere im Bereich Pay-per-Use-Services und WAP sind denkbar."

at-stoxx: "Wie ist das Konkurrenzverhältnis zu Microsofts Outlook Express? Sind OE-User potentielle Kunden und wenn ja: mit welchen Maßnahmen sollen sie zum Wechseln angeregt werden?"

Karsten Schramm: "Da es problemlos möglich ist, OE für GMX zu verwenden und dann neben der Software die erweiterte Flexibilität unseres Dienstes zu nutzen, sehen wir hier kein Konkurrenzproblem. Wir zählen viele OE-Anwender zu unseren Nutzern und es werden immer mehr. GMX überzeugt diese durch seine einzigartige Leistung und kostenlose Angebotsvielfalt, die es in dieser Form im Internet nirgendwo anders gibt."

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Herrn Karsten Schramm, Geschäftsführer der GMX GmbH für die Beantwortung unserer Fragen.