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Di, 2. März 2021, 17:50 Uhr

An wichtigen globalen Aktienmärkten kehrt Ernüchterung ein


13.02.19 10:20
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Nach den deutlichen Zugewinnen im Januar ist mittlerweile wieder Ernüchterung an den wichtigen globalen Aktienmärkten eingekehrt, so die Analysten der National-Bank AG.

Belastend würden einmal mehr die vielfältigen politischen Einflussfaktoren wirken, derer sich die Aktienmärkte nur schwerlich entziehen könnten. In den USA hänge als wiederkehrendes Damoklesschwert ein erneuter "Government Shut Down" über den Kapitalmärkten. Zwar gebe es nunmehr eine vorläufige Einigung im Kongress, um einen erneuten Regierungsstillstand zu vermeiden. Ob diese aber die Zustimmung von Präsident Trump erhalte, sei weiterhin sehr fraglich. Die Finanzierung der von Trump gewünschten Grenzmauer sei weiterhin nicht gewährleistet, so dass das Prestigeobjekt von US-Präsident Trump in der Luft hänge. Die Handelsgespräche zwischen den USA und China würden in dieser Woche in eine entscheidende Phase eintreten. Eine hochrangige US-Delegation (US-Finanzminister, US-Handelsbeauftragter) sei nach Peking gereist, um den Verhandlungsfaden wieder aufzunehmen. Vor Ende Februar sei kein Gipfeltreffen zwischen Trump und seinem chinesischen Counterpart geplant, Gerüchte würden sich aber bereits um ein Gipfeltreffen im März in Florida ranken. Die Analysten der National-Bank AG seien bezüglich der Findung eines belastbaren Kompromisses zwischen beiden Kontrahenten optimistisch, zu viel stehe für beide Seiten bei einer Eskalation des Konflikts auf dem Spiel.

Weiterhin sei vollkommen unklar, wie es im Brexit-Drama weitergehe. Die Positionen erschienen so verkantet, dass eine Lösung nicht möglich erscheine. Da der Austrittstermin Großbritanniens aus der EU immer näher rücke (29.03.2019) sei mit zunehmendem Aktionismus zu rechnen, welcher erwartungsgemäß aber ins Leere laufen sollte. Zu unversöhnlich stehe der britische Wunsch nach Nachbesserungen dem klaren Nein in dieser Frage aus Brüssel entgegen. Ein Entwirren bzw. eine Lösung dieser Situation scheine nur schwer vorstellbar, aus Sicht der Analysten der National-Bank AG am wahrscheinlichsten sei eine zeitliche Verschiebung. Einen "Hard Brexit" würden sie weiterhin für extrem unwahrscheinlich halten, zu unkalkulierbar und signifikant dürften die Folgekosten sein. Vollkommen ausschließen könne man ihn aber aufgrund der sehr ideologisch gehaltenen Debatte in UK leider auch nicht. Je nach Brexit-Wasserstandsmeldung sollte die Nervosität daher kurzfristig spürbar zunehmen. (Fokus Finanzmärkte vom 12.02.2019) (13.02.2019/ac/a/m)