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Sa, 31. Oktober 2020, 22:23 Uhr

Leicht negativer Handelsstart an europäischen Börsen erwartet


11.09.20 08:20
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Die deutliche Vortagserholung an den US-Börsen hat sich am Donnerstag als kurzer Zwischenakt in der jüngsten Konsolidierung erwiesen, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

So seien gestern alle wichtigen US-Aktienindices zwar höher in den Tag gestartet, dann aber deutlich ins Minus abgerutscht. Der Abverkauf sei auf breiter Basis ausgefallen: So hätten alle elf S&P 500 (ISIN: US78378X1072, WKN: A0AET0)-Sektoren den Handelstag klar im Minus beendet, wobei erneut die Internet- & Techaktien die Stoßrichtung vorgegeben hätten. Tagesverlierer sei aber dennoch der Energiesektor gewesen, der von den unter Druck geratenen Ölpreisen aufgrund des zuletzt stattgefundenen Lageraufbaus in den USA ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen worden sei. Abgesehen von der immer noch hohen Bewertung der Internet-/Techaktien sowie dem weiter eskalierenden Handelsstreit USA/China wirke sich auch der politische Stillstand in Washington negativ auf das Sentiment der Investoren aus. Der aktuelle Vorstoß der Republikaner im Senat auf neue Coronahilfen sei bei den Demokraten erwartungsgemäß auf wenig Gegenliebe gestoßen, wobei eine Einigung weiterhin nicht in Sicht zu sein scheine.

Entgegen den schwachen US-Vorgaben würden sich die asiatischen Aktienmärkte heute Morgen zum Großteil leicht positiv präsentieren. Der Goldpreis habe aber auch gestern nicht von seinem "sicherer Hafen"-Status profitieren können und habe nahezu unverändert zum Vortag geschlossen.

Für Europa würden die Analysten der Raiffeisen Bank International AG einen leicht negativen Handelsstart erwarten. (11.09.2020/ac/a/m)