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Mi, 21. April 2021, 13:18 Uhr

S&P 500

WKN: A0AET0 / ISIN: US78378X1072

Hoffnungen auf Deeskalation im Handelsstreit und Vermeidung eines Hard Brexit stützen die Aktienmärkte


22.10.19 13:55
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Im Brexit-Drama kam es am vergangenen Samstag nicht zur Abstimmung über den kurz zuvor von britischer Regierung und EU ausgehandelten Vertrag. Stattdessen fügte das Unterhaus Premier Johnson eine weitere Niederlage zu, berichten die Analysten der National-Bank AG.

Parlamentspräsident Bercow habe eine erneute Abstimmung über den Brexit-Vertrag verweigert. Stattdessen müsse erst die Gesetzgebung zu dessen Umsetzung debattiert werden, wodurch das Unterhaus habe sicherstellen wollen, dass Großbritannien nicht doch noch ungeordnet zum 31.10.2019 die EU verlasse. Damit habe es Johnson gezwungen, den ungewollten Brief zum Aufschub des Brexit nach Brüssel zu schicken. Ob Johnson bis Monatsende noch eine Zustimmung erreichen könne, sei sehr unwahrscheinlich. Viel entscheidender sei jedoch, dass ein ungeregelter Austritt (Hard Brexit) zum 31. Oktober nahezu vom Tisch sei, was für Entspannung an den Märkten sorge. Die EU wolle sich jetzt Zeit mit der Entscheidung über einen weiteren Brexit-Aufschub nehmen, werde diesen jedoch gewähren. Eine Verlängerung bis Jahresende oder ins nächste Jahr sei wahrscheinlich, so dass uns das Brexit-Vorhaben bis zu seinem Vollzug oder seiner Aufgabe noch länger begleiten werde.

Bei der EZB stehe ein Stabwechsel an. Am Donnerstag gebe EZB-Chef Draghi seine letzte Pressekonferenz. Nachdem die EZB auf ihrer letzten Sitzung im September weitere Lockerungsmaßnahmen beschlossen habe, dürfte Draghi am Donnerstag seinen expansiven geldpolitischen Kurs nochmals bekräftigen.

Am 1. November trete dann Christine Lagarde an die EZB-Spitze. Sie dürfte den lockeren geldpolitischen Kurs fortsetzen. Das Wirtschaftswachstum in China habe sich wie erwartet verlangsamt. Das Wachstum im Reich der Mitte von 6,0% im dritten Quartal sei aber etwas schwächer als prognostiziert ausgefallen, was verdeutliche, dass auch China starkes Interesse an einer Lösung des Handelsstreits mit den USA habe, um seiner Wirtschaft nicht noch weiteren Schaden zuzufügen.

Die Berichtssaison zum dritten Quartal sei angelaufen. In den USA hätten bislang 15% der Unternehmen aus dem S&P 500 (ISIN: US78378X1072, WKN: A0AET0) ihre Q3-Ergebnisse berichtet. Dabei seien die Umsätze um rund 3% gestiegen, die Gewinne im gleichen Ausmaß zurückgegangen. Ein ähnliches Bild zeige sich bei den europäischen Unternehmen. Hier hätten 16% (STOXX 600) berichtet. Die Umsätze hätten rund 5% zugelegt, die Gewinne seien um ca. 3% gesunken.

Hoffnungen auf eine Deeskalation im US-chinesischen Handelsstreit sowie die Vermeidung eines Hard Brexit würden aktuell die Aktienmärkte stützen und Schwächezeichen der globalen Wirtschaft überdecken. Für eine Verbesserung bei den Unternehmensergebnissen sei eine (teilweise) Übereinkunft im Handelskonflikt weiterhin notwendig. Die Analysten der National-Bank AG bleiben zuversichtlich, dass es dazu kommt, denn allen Seiten sollte diese Notwendigkeit bewusst sein. (22.10.2019/ac/a/m)




 
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