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So, 11. April 2021, 21:20 Uhr

Gute Rahmenbedingungen für Aktienanlage - Kein signifikanter Kursrückgang erwartet


04.09.18 12:20
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Schon ist man geneigt zu glauben, dass die Aktienmärkte sich in den nächsten Wochen stärker fundamentalen Faktoren zuwenden könnten, schlägt das personifizierte Twitter-Gespenst aus dem Weißen Haus wieder zu und droht mit neuen Zöllen auf chinesische Produkte, so die Analysten der National-Bank AG.

Das habe zumindest temporär die Stimmung an den Aktienmärkten verhagelt, der DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) habe infolge der neuesten Volten ca. 2% abgegeben. Nun seien dies Drohungen und bislang keine Realität, es sei daher zu erwarten, dass die Aktienmärkte sich in den nächsten Wochen tatsächlich stärker fundamentalen Faktoren zuwenden würden, als dies zuletzt der Fall gewesen sei. Zu stark würden diese sowohl auf gesamtwirtschaftlicher als auch auf Unternehmensebene für die Aktienanlage sprechen. Dies gelte weiterhin für die US-Aktienmärkte, aber auch für europäische Aktien.

Während die US-Aktienmärkte ihren markanten Einbruch Anfang Februar nunmehr vollständig aufgeholt hätten und neue Rekordhochs hätten verbuchen können, würden DAX und Euro Stoxx 50 (ISIN: EU0009658145, WKN: 965814) noch meilenweit neuen Rekordständen hinterher hängen (DAX: 9,1%, Euro Stoxx 50: 8,3%). Gerade die alte Börsenweisheit "Das beste Kaufsignal ist ein neues Allzeithoch", sollte dazu führen, dass die US-Indices noch nicht am Ende der Fahnenstange des aktuellen Aufschwungs angekommen seien. Dies sollte allerdings auch den europäischen Aktien deutlich auf die Sprünge helfen. Fundamentale Gründe für einen Aufschwung der europäischen Aktien gebe es genug:

Aktualitäten

- Zum einen würden diese weiter vom günstigen globalen Konjunkturbild profitieren, zum anderen würden die guten Q2-Unternehmensergebnisse im Zusammenhang mit den schwächelnden Kursen der letzten Wochen zu einer anhaltend attraktiven Bewertung führen. Dies vor allem auch im Vergleich zu den US-Aktien.

- Gerade in Europa würden aufgrund des weiter vorherrschenden Niedrigzinsumfeldes wenig bis keine Anlagealternativen existieren. Dies sehe in den USA deutlich anders aus (2-jährige US-Bonds: 2,63%). Darüber hinaus zeige sich die EZB-Politik weiter unterstützend, das vorherrschende Null-Zins-Bild sollte mindestens bis weit in die 2. Jahreshälfte 2019 weiter gelten. Auch der zunehmende Protektionismus sei bislang noch nicht in den Inflationsdaten angekommen, das moderate Inflationsumfeld bleibe erhalten.

- Ein bedeutender zusätzlicher Pluspunkt für die Anlage in europäischen Aktien sei der
im Jahresvergleich merklich gefallene Euro-Wechselkurs. Dies sollte gerade den exportorientierten europäischen Aktien helfen, negative Effekte aus dem Handelskonflikt wenigstens abzufedern.

- Zusätzlich spreche die Saisonalität für die Aktienanlage.

- Die Analysten der National-Bank AG würden bei ihrer zuversichtlichen Haltung hinsichtlich der Aktienmarktperspektiven in den nächsten Monaten bleiben. Zu gut seien insgesamt die Rahmenbedingungen für die Aktienanlage. Sie würden daher nicht erwarten, dass es trotz des schwelenden Handelskonflikts zu einem signifikanten Kursrückgang kommen werde. (04.09.2018/ac/a/m)