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Di, 2. März 2021, 17:59 Uhr

Globale Aktienmärkte deutlich zugelegt


19.03.19 12:55
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Die markttechnisch aussichtsreiche Konstellation der wichtigen globalen Aktienmärkte hat sich ganz nach dem Motto "The trend is your friend" fortgesetzt, so die Analysten der National-Bank AG.

Abermals hätten die Aktienmärkte in der vergangenen Woche deutlich zulegen können. In dieser Woche stehe die turnusmäßige US-Notenbank-Sitzung im Vordergrund. Diesbezüglich würden die Analysten aber keine Änderung des seit Wochen propagierten Kurses der FED erwarten. Weiterhin bewege sich die FED im Modus der Zurückhaltung, d.h. der graduelle Zinserhöhungskurs pausiere. Ob es wirklich nur eine Pause im Zinserhöhungsmodus sei oder ob der Gipfel im Erhöhungsmodus bereits erreicht sei, bleibe folglich weiterhin unbeantwortet. Die Analysten würden aber davon ausgehen, dass in der zweiten Jahreshälfte die FED, im Zuge der Verbesserung der internationalen Perspektiven, mit ihrem Zinserhöhungszyklus fortfahre.

Entscheidend werde es darauf ankommen, ob es gelinge, vor allem im Verhältnis USA-China zu einem Kompromiss bezüglich der bilateralen Handelsströme zu gelangen. Diesbezüglich seien die Analysten trotz der avisierten Verschiebung des Gipfeltreffens zwischen Präsident Trump und seinem chinesischen Counterpart auf voraussichtlich Ende April weiterhin zuversichtlich, dass es zu einer belastbaren Einigung im Handelskonflikt komme. Wie oftmals betont, stehe für beide Seiten zu viel auf dem Spiel, als dass man eine weitere Eskalation riskieren würde. In den USA nähere sich der Präsidentschaftswahlkampf und in China seien die jüngsten Konjunkturdaten alles andere als gut ausgefallen.

Hinsichtlich des "Brexit" sollte man eigentlich annehmen, dass so näher der Austrittstermin rücke, desto eher sollte es zu einer Lösung kommen. Die Briten würden einem aber momentan genau das Gegenteil beweisen. Zehn Tage vor dem Austrittstermin sei die Uneinigkeit riesengroß, sodass der interessierte Beobachter sehr gespannt sein dürfe, wie sich dieses Drama weiter entwickle. Prognosen darüber abzugeben, entspreche immer mehr einem reinen Glücksspiel, am wahrscheinlichsten sei weiter aber eine Verschiebung.

Gänzlich ausschließen könne man einen "Hard Brexit" allerdings auch nicht, zu ideologisch verbrämt seien die Positionen. Eine weitere Möglichkeit wäre auch eine Absage des "Brexit" durch Widerrufung des Austrittsgesuch. Es sei ein einziger Jammer, der sich da vor den Augen der erstaunten Weltöffentlichkeit abspiele. Noch unbegreiflicher sei es, wenn man sich vergegenwärtige, dass in der Wirtschaftswelt von morgen größere Einheiten sicherlich die besseren Chancen hätten, als kleine Nationalstaaten.

Nach den deutlichen Kursaufschlägen würden die Analysten kurzfristige Rücksetzer nicht überraschen. In der relativen Sicht würden Aktien im Hinblick auf die Erzielung einer auskömmlichen Rendite anhaltend alternativlos bleiben. Für die DAX-Unternehmen würden die Analysten für dieses Jahr abermals mit einer Dividenden-Rekordausschüttung rechnen, die aktuelle DAX- bzw. EURO STOXX 50-Dividendenrendite betrage 3,1% bzw. 3,6%. (19.03.2019/ac/a/m)