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Sa, 16. Januar 2021, 0:40 Uhr

Globale Aktienmärkte blicken auf einen Rekord-November zurück


01.12.20 13:15
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Die globalen Aktienmärkte blicken auf einen Rekord-November zurück, welcher den MSCI World Aktienindex auf ein neues Allzeithoch katapultierte, so die Analysten der National-Bank AG.

Insgesamt sei der MSCI World im November um ca. 13% gestiegen. Zwei große Unsicherheitsfaktoren, die über den Aktienmärkten schweben würden, hätten sich im November zum Wohlgefallen der Investoren aufgelöst. Zum einen die Abwahl Donald Trumps als US-Präsident, welche zu deutlich mehr Beständigkeit und Vertrauen in der internationalen Politik führen sollte und zum anderen und signifikant bedeutsamer die vermeldeten Erfolge hinsichtlich einer zeitnahen Impfstoffentwicklung seitens BioNTech (ISIN: US09075V1026, WKN: A2PSR2, Ticker-Symbol: 22UA, NASDAQ-Symbol: BNTX)/Pfizer (ISIN: US7170811035, WKN: 852009, Ticker-Symbol NYSE: PFE), Moderna (ISIN: US60770K1079, WKN: A2N9D9, Ticker-Symbol Deutschland: 0QF, NASDAQ-Ticker-Symbol: MRNA) und AstraZeneca (ISIN: GB0009895292, WKN: 886455, Ticker-Symbol: ZEG, London: AZN, Nasdaq OTC-Symbol: AZNCF). Ende November sei der Zulassungsantrag für den von Moderna entwickelten Impfstoff in den USA und der EU erfolgt. Mit diesem Schritt werde nunmehr eine zeitnahe Zulassung eines neu entwickelten Impfstoffes in den USA und in Europa sowie ein baldiger Beginn der Impfung bestimmter besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen sehr wahrscheinlich. Es sollte bei aller Euphorie über diese baldige Möglichkeit der Impfung jedoch nicht in Vergessenheit geraten, dass die Immunisierung weiter Teile der Weltbevölkerung allein schon aufgrund der begrenzten Produktionskapazitäten sowie logistischer Fragestellungen wie beispielsweise der Gewährleistung eines tiefgekühlten Transports der Impfstoffampullen beispielsweise auch in Entwicklungsländer noch eine erhebliche Zeit in Anspruch nehmen werde. Eine schnelle "Durchimpfung" sei daher nicht zu erwarten. Diesbezüglich hemmend wirke auch die Impfskepsis eines nicht unerheblichen Teils der Bevölkerung.

Bei einem Blick auf die merklich gestiegenen Bewertungsniveaus der globalen Aktienmärkte sei zu konstatieren, dass diese eine Folge des beharrlich niedrigen globalen Zinsniveaus seien. In Zeiten eines nahezu zementierten Niedrigzinsniveaus könnten den Aktienmärkten merklich höhere Bewertungen zugestanden werden. Die im Vergleich zu Prä-Corona-Zeiten signifikant gestiegenen Bewertungsniveaus seien daher Ausdruck der anhaltend mangelnden Anlagealternativen. Feszuhalten sei aber auch, dass der gestiegenen Bewertung in Zukunft auch höhere Gewinne folgen müssten, denn die gestiegenen Aktienkurse seien nichts anderes als ein Versprechen auf die Zukunft, also auf die Post-Corona Zeit.

Aktien

Die Gemengelage für die globalen Aktienmärkte sei als weiter aussichtsreich einzuschätzen. Eine unverändert akkommodierende globale Geldpolitik, umfassende fiskalpolitische Maßnahmen zur Bekämpfung der Folgen der Pandemie im Zusammenspiel mit Impfstoff-Optimismus sowie einem deutlich ruhigeren politischen Fahrwasser sollten den globalen Aktienindices helfen, neue Höchststände zu erklimmen. Die Analysten der National-Bank AG hätten folgerichtig ihre Aktienmarktprognosen über alle Indices und Prognosezeiträume hinweg erhöht. (01.12.2020/ac/a/m)