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Mi, 21. April 2021, 12:27 Uhr

Auswirkungen der Corona-Pandemie beherrschen weiterhin weltweit das politische und wirtschaftliche Geschehen


14.04.20 15:29
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Weiterhin beherrschen die Auswirkungen der Corona-Pandemie weltweit das politische und wirtschaftliche Geschehen, so die Analysten der National-Bank AG.

Im Mittelpunkt der Diskussionen stehe die richtige bzw. zeitgemäße Exit-Strategie aus den mehr oder weniger streng implementierten Shutdown-Maßnahmen. Während im chinesischen Wuhan - dem Epicenter des Ausbruchs der Pandemie nach 76 Tagen strengen Lockdowns -vorsichtige Schritte im Hinblick auf eine Normalisierung des öffentlichen und privaten Lebens stattfinden würden, sei in Indien gerade die Ausgangssperre bis zum 03.05. verlängert worden.

In Europa habe der französische Präsident am gestrigen Abend eine Verlängerung der strengen Maßnahmen bis zum 11.05. beschlossen, in Deutschland stünden am Ende dieser nachösterlichen Woche Entscheidungen über das weitere Vorgehen an. In Spanien - einem sehr stark von der Corona-Pandemie betroffenen Land - versuche die Regierung seit gestern zur Normalität zurückzukehren, indem auch "non-essential work" wieder zugelassen werde. In Italien werde wenigstens über eine mögliche Lockerung der strengen Ausgangssperren nachgedacht.

Die USA winde sich weiterhin, wie mit den verheerenden Folgen der Corona-Krise am besten umzugehen sei. Konkret laute die Frage, wann das Land wieder zu einer (gewissen) Normalität zurückkehren könne? Insbesondere Kompetenzgerangel zwischen US-Präsident Trump und den Gouverneuren der Bundesstaaten könnte sich als sehr hinderlich erweisen, vor allem könnte es den Fokus weg von den dringend zu lösenden Sachfragenlenken. Ohnehin zeige sich in den einzelnen US-Bundesstaaten ein sehr differenzierter Umgangmit den erforderlichen Lockdown-Maßnahmen, oftmals korrelierend mit der Parteizugehörigkeit. Vor dem Hintergrund des drastischen Einbruchs des US-Arbeitsmarktes seit Beginn der Corona-Krise wäre ein abgestimmtes Handeln zwischen der Regierung und den einzelnen Bundesstaaten dringend notwendig. Ob ein solches unter dieser US-Regierung gelinge, erscheine aber sehr fraglich.

Aktien

Die Aktienmärkte hätten sich in den letzten Wochen sehr deutlich von den im März erreichten Tiefständen erholt. So hätten US-Aktien in der letzten Woche die beste Woche seit 1974 (!!) verzeichnet. Der S&P 500 (ISIN: US78378X1072, WKN: A0AET0) beispielsweise sei um 12% gestiegen, angefacht durch weitere Unterstützungsmaßnahmen der US-Notenbank. Nunmehr hätten die wichtigen globalen Notenbanken, aber auch die Regierungen mit signifikanten und umfassenden Hilfsmaßnahmen ein Gegengewicht zu den sich in atemberaubender Geschwindigkeit verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geschaffen. Jetzt heiße es erstmal abwarten, wie diese Maßnahmen greifen würden. Diese Phase sollte wieder mit erhöhter Unsicherheit einhergehen, so dass die Analysten der National-Bank AG hinsichtlich der Aktienmarkttendenz in den nächsten Wochen zur Vorsicht mahnen würden. Der mittelfristige Baissetrend pausiere, sei aber unverändert intakt. (14.04.2020/ac/a/m)