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Do, 22. April 2021, 0:33 Uhr

Aktienmärkte: Unsicherheiten weiter extrem hoch


21.04.20 12:45
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Die wichtigen globalen Notenbanken, aber auch die Regierungen haben mit signifikanten und umfassenden Hilfsmaßnahmen ein Gegengewicht zu den sich in atemberaubender Geschwindigkeit verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geschaffen, so die Analysten der National-Bank AG.

Jetzt heiße es erstmal abwarten, wie diese Maßnahmen greifen würden. An den Aktienmärkten werde dieses Ergebnis momentan bereits vorweggenommen. Dort herrsche Optimismus vor, dass das Schlimmste bereits überstanden sei. Diesbezüglich würden die Analysten zu etwas mehr Vorsicht mahnen.

Wie dramatisch die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Real-Wirtschaft erwartet würden, zeige sich aktuell am beispiellosen Verfall der Ölpreise. Trotz der Übereinkunft zwischen Russland und Saudi-Arabien den Ölpreis zu stabilisieren, werde der Rückgang der Nachfrageseite als nicht prognostizierbar eingeschätzt. Als Ergebnis würden die Ölpreise dramatisch weiter fallen. Die divergente Entwicklung zu den Aktienmärkten sei zumindest bemerkenswert und kein Quell aufkommenden Vertrauens in die dortige Erholungsbewegung. Nach Erachten der Analysten pausiere folglich der mittelfristige Baissetrend nur, sei aber unverändert intakt. Nichtsdestotrotz hätte die laufende Erholung sicherlich noch etwas Raum, immerhin befinde sich der Grad an Pessimismus bei den Investoren momentan auf einem sehr ausgeprägten Niveau. Ein solcher Stand diene häufig als sehr guter Kontraindikator.

Aus der Vergangenheit sei bekannt, dass Aktienkurse in einer Rezession oftmals unter den Buchwert eines Unternehmens bzw. eines Indices fallen würden. Beim DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) liege dieser Buchwert bei 8.300 Punkten, dieser Stand sei am 19.03. wenigstens kurzfristig erreicht worden. Seitdem hätten die Notenbanken und die Regierungen in beispielloser Weise auf die Krise reagiert, um die Auswirkungen des Virus auf Mensch und Wirtschaft einzudämmen. Dies habe dazu geführt, dass sich der Indexstand wieder deutlich vom Buchwert-Niveau entfernt habe. Ob dies nachhaltig gelinge, sei jedoch noch nicht entschieden, denn die Unsicherheiten seien weiter extrem hoch. (21.04.2020/ac/a/m)