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Di, 2. März 2021, 17:51 Uhr

Aktienmärkte: Aufwärtstrend fortgesetzt


02.04.19 12:50
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Trotz vielfältiger politischer Belastungsfaktoren setzten die Aktienmärkte in den letzten Tagen ihren Aufwärtstrend fort, so die Analysten der National-Bank AG.

Auch bezogen auf die letzten Wochen sei die Entwicklung sehr erfreulich. So hätten DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) und EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658152/ WKN 965815) im ersten Quartal 2019 9,1% bzw. 11,7% zulegen können. Der marktbreite US-Index S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) habe sich um 13,0% verbessert. Dies seien beeindruckende Zuwachsraten, das Ausmaß sei aber im Zusammenhang mit den starken Einbrüchen des vierten Quartals 2018 zu sehen. Es zeige sich, dass die stark sentimentgetriebenen Kurseinbrüche zum Ende des Jahres überzogen gewesen seien. Es sei natürlich nicht alles Gold, was glänze. Vor allem die konjunkturelle Situation in der Eurozone, aber auch Sorgen vor einem deutlichen globalen konjunkturellen Einbruch würden weiter belasten.

Aus China seien zum Wochenanfang jedoch positive wirtschaftliche Signale gekommen. So sei der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe im März auf 50,5 (49,2) gestiegen und befinde sich somit wieder im expansiven Bereich. Auch bei den kleineren und mittleren Unternehmen scheine sich die Stimmung aufzuhellen. Der sog. Caixin-PMI habe sich auf 50,8 erhöht. Aufgrund der hohen Exportlastigkeit des DAX habe dieser die besser als erwarteten fernöstlichen Daten mit einem erneuten Kurssprung quittiert. Leider würden die verbesserten Daten nicht für die Eurozone gelten. Hier befinde sich der jüngste Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe bei einem Stand von 47,5 anhaltend im kontraktiven Terrain. Diese Marke bedeute gleichzeitig ein 6-Jahres Tief.

Es gelte aber zu beachten: Gerade die politisch sehr undurchschaubare Situation bezüglich des "Brexit"-Dramas führe nicht zu einer gesteigerten ökonomischen Aktivität, sondern lasse die Unternehmen vielmehr in einer abwartenden Situation verharren. Die gleiche Argumentation gelte für den noch nicht gelösten Handelszwist zwischen den USA und China. Diesbezüglich sei die Erwartungshaltung zwar eindeutig auf eine wenigstens temporäre Lösung gerichtet, klare diesbezügliche Fakten gebe es jedoch zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht. Die Gespräche würden hochrangig weiter gehen.

Die Analysten würde eine Fortsetzung der Aktienrally in den nächsten Wochen nicht überraschen. Falls es zu einer Einigung im Handelsstreit komme, werde dies deutlich positive Spuren in der Weltwirtschaft hinterlassen. Dies werde sich auch an den Aktienmärkten bemerkbar machen. Immerhin sei der Handelsstreit der Hauptbelastungsfaktor im letzten Jahr gewesen. Nichtsdestotrotz: Kurzfristig wäre ein Szenario "Buy the rumour, sell the news" nicht unwahrscheinlich. Mittelfristig dürfte sich aber eine Einigung deutlich positiv sowohl auf Makro-, als auch auf Mikroebene auswirken.

Aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsumfelds sei die relative Attraktivität ohnehin ein sehr belastbarer positiver Pfeiler für die Aktienanlage. Aktien würden daher zur Erzielung einer auskömmlichen Rendite alternativlos bleiben. Für die DAX-Unternehmen würden die Analysten für dieses Jahr abermals mit einer Dividenden-Rekordausschüttung rechnen, die aktuelle DAX- bzw. EURO STOXX 50 Dividendenrendite betrage 3,2% bzw. 3,6%. (02.04.2019/ac/a/m)




 
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