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Mo, 12. April 2021, 20:52 Uhr

Intel

WKN: 855681 / ISIN: US4581401001

Intel halten


15.10.04 14:06
National-Bank AG

Manfred Jaisfeld, Analyst der National-Bank AG, stuft die Aktie von Intel weiterhin mit "halten" ein.

Der weltgrößte Halbleiterproduzent Intel habe im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres ein deutlich oberhalb der Marktprognosen liegendes Ergebnis erzielt. Bei Umsätzen, die mit einem Plus von 8,1% auf 8,47 Mrd. USD den Konsens recht genau getroffen und in der Mitte der vorab vom Unternehmen gesenkten Zielspanne von 8,3 bis 8,6 Mrd. USD gelegen hätten, habe der Gewinn je Aktie mit 30 Cent die Erwartung von 27 Cent übertroffen. Nach Unternehmensangaben hätten hierbei jedoch Steuervorteile für Exporte, Desinvestitionen und höhere Gewinne in Niedrigsteuerregionen mit zusammengenommen 3,6 Cent je Aktie einen maßgeblichen Anteil besessen. Die Steuerquote sei so im Jahresvergleich um 5,8 Prozentpunkte auf 21,4% gesunken.

Für das laufende vierte Quartal stelle Intel einen Umsatz zwischen 8,6 und 9,2 Mrd. USD in Aussicht. Der bislang im Konsens erwartete Wert von 9,1 Mrd. USD liege im oberen Bereich dieser Spanne, so dass leichte Abwärtsrevisionen bei den Umsatzschätzungen zu erwarten seien. Die Bruttomarge werde nach Unternehmensangaben erneut bei etwa 56% liegen. Zusammen mit der Aussage, dass bis Jahresende eine weitere Reduktion der Lagerbestände erreicht werden solle, veranlasse die Analysten dies zu der Schlussfolgerung, dass im vierten Quartal erneut bedeutsame Abschreibungen auf den Lagerbestand vorgenommen würden. Das bedeute, die positive Tatsache zurückgehender Lagerbestände sei vornehmlich auf Abschreibungen und nicht auf eine verbesserte Umsatzentwicklung zurückzuführen.

Der weltgrößte Chipproduzent habe mit den Zahlen zum dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres auf der Ergebnisseite positiv überrascht. Während der Umsatz im Rahmen der Markterwartungen gelegen habe, habe die Bruttomarge erneut nicht überzeugen können. Man bewerte das über den Erwartungen ausgefallene Ergebnis aufgrund des Steuereffektes nicht über. Nachbörsliche Kursgewinne der Intel-Aktie, die gestern hätten beobachtet werden können, dürften vor allem darauf zurückzuführen sein, dass viele Marktteilnehmer mit enttäuschenden Zahlen gerechnet hätten. Auch die Fokussierung auf den positiven Faktor der sinkenden Lagerbestände scheine etwas übertrieben, da dies im wesentlichen aus Abschreibungen und nicht aus einer anziehenden Umsatzdynamik resultiere.

Die Analysten der National-Bank AG sehen daher derzeit keine Veranlassung zu einer fundamentalen Neubewertung der Intel-Aktie und bestätigen ihr "halten"-Votum. Nach den Kursverlusten der vergangenen Monate sehe man das weitere Abwärtspotential bei einer 17,2-fachen Bewertung des 2005er Gewinns jedoch ebenfalls als begrenzt an.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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