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So, 7. März 2021, 19:36 Uhr

Ausblick für Japan pessimistisch


17.09.01 11:11
Nomura Equity Research

Wie die Analysten von Nomura Equity Research berichten, bleibt der Ausblick für Japan auch weiterhin pessimistisch.

Vor der Kulisse eines sich vertiefenden globalen Wirtschaftsrückgangs stagniere die japanische Wirtschaft. Angesichts der ernstzunehmenden Krise im IT-Sektor werde der Abschwung bei den Produktionszahlen nun wohl doch tiefer gehen und länger andauern als noch im Juni vermutet. Als Ergebnis dessen sei ein Rückgang bei Fertigungseinnahmen, Beschäftigungsquote und Kapitalanlagen deutlich geworden.

Der Dienstleistungssektor hingegen zeige sich auch weiterhin stabil. Ganz im Gegensatz zu den Ereignissen 1991 und 1997/98 (als die gesamte Wirtschaft die Auswirkungen einer monetären Verschärfung und den Engpass bei der Kreditgewährung zu spüren bekommen habe) sei die Situation in punkto Geldbeschaffung augenblicklich stabil. Als Konsequenz dessen stelle sich die Situation für die unterschiedlichen Wirtschaftsektoren auch unterschiedlich dar, und dadurch verringere sich das Risiko eines drastischen Verfalls der japanischen Wirtschaft.

Während des laufenden Fiskaljahrs seien die Konsumausgaben bislang nur schleppend gewesen. Ausgaben für Pkw (das repräsentativste Hochpreisprodukt) und Dienstleistungen (besonders Reisen) seien nichtsdestotrotz stabil geblieben, was nicht gerade auf einen rapiden Rückgang des Kundenvertrauens schließen lasse. Auch die Investitionen innerhalb des Dienstleistungssektors in Informationstechnologie seien noch immer im Wachstum begriffen. Es sei allerdings auch schwierig, sich bezüglich der Regierungspolitik irgendwelche positiven Überraschungen vorzustellen. Der Zusatzetat sei eher bescheiden und werde nur wenig zu einer Belebung der Wirtschaft beitragen. Mittlerweile gehe man bei Nomura Equity Research davon aus, dass die Wirtschaft im Fiskaljahr 2001 um 0,2 Prozent zurückgehen werde; im Fiskaljahr 2002 solle sie jedoch um 0,3 Prozent wachsen.

Ein anhaltender Verfall des Bruttoinlandsprodukts sollte sich vermeiden lassen, so die Einschätzung der Analysten von Nomura. Quartalsweise gesehen werde die Wirtschaft bis Mitte 2002 voraussichtlich abwechselnd wachsen und sich kontrahieren. Vor einer solchen Kulisse werde der Pessimismus gegenüber der japanischen Wirtschaft wohl nicht abebben.